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Katholiken debattieren über Reformen in der Kirche | BR24

© picture alliance/Andreas Arnold/dpa

Kardinal Reinhard Marx, Erzbischof des Erzbistums München und Freising

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    Katholiken debattieren über Reformen in der Kirche

    Der Zölibat oder die Frage, ob auch Frauen zum Priesteramt berufen sind. Die großen Streitthemen innerhalb der katholischen Kirche sind lange bekannt. Heute diskutieren Bischöfe und Laien beim sogenannten "Synodalen Weg" Reformideen.

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    Von
    • Veronika Wawatschek

    Ein Ziel der Beratung zwischen Bischöfen und Laien beim Synodalen Weg ist es, das Vertrauen, das durch den Missbrauchsskandal verloren ging, zurückzugewinnen. Vor den Treffen heute allerdings dominierten eher Differenzen um Formalitäten. So hatte der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer den Zuständigen vorgeworfen, er habe – anders als versprochen – nicht Stellung beziehen können zu Textteilen zum Thema Frauen in der Kirche. In München wird Voderholzer, der als ein Kritiker der Reforminitiative gilt, unter anderen auf Kardinal Reinhard Marx treffen. Er gilt als einer der Erfinder des Synodalen Wegs.

    Wohin führt der Synodale Weg?

    Ursprünglich war die Initiative, die es in dieser Form in der katholischen Kirche noch nie gab, auf zwei Jahre angelegt. Wegen der Corona-Pandemie wird der Synodale Weg voraussichtlich erst im Februar 2022 enden. Und statt einer dreitägigen Vollversammlung mit 230 Bischöfen und Laien gibt es nun an diesem Freitag eintägige Regionenkonferenzen an fünf Standorten.

    Es geht um die Kirche in Corona-Zeiten, aber auch um strittige Fragen wie die Rolle von Frauen in der Kirche und das Thema Sexualität und Partnerschaft.

    An der Spitze des Synodalen Wegs steht die sogenannte Synodalversammlung. Ihre 230 Mitglieder sollen eine möglichst große Bandbreite des kirchlichen Lebens abbilden.