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Katastrophenfall in Nürnberg aufgehoben – Anwohner zufrieden | BR24

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DIe Stadt Nürnberg hat den Katastrophenfall wegen des Brandes im Großkraftwerk Nürnberg-Gebersdorf wieder aufgehoben.

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Katastrophenfall in Nürnberg aufgehoben – Anwohner zufrieden

Drei Tage nach dem Brand des Großkraftwerks Franken hat die Stadt Nürnberg den Katastrophenfall aufgehoben. "Die Krise wurde gut gemanagt", so Oberbürgermeister Marcus König. Auch die Anwohner spüren kaum noch Auswirkungen, wie eine BR-Umfrage ergab.

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Von
  • Miriam Scholz
  • Simone Schülein
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Drei Tage nach dem Brand des Großkraftwerks Franken hat die Stadt Nürnberg den Katastrophenfall aufgehoben. "Die Krise wurde gut gemanagt", so Oberbürgermeister Marcus König. Auch die Anwohner spüren kaum noch Auswirkungen.

Die Stadt Nürnberg hat den nach dem Brand des Großkraftwerks Franken in Gebersdorf den am vergangenen Dienstagmorgen ausgerufenen Katastrophenfall wieder aufgehoben. Nürnbergs Oberbürgermeister Marcus König (CSU) bedankte sich bei allen Beteiligten für das schnelle und besonnene Handeln.

Nürnberg kann Krise

"Wir haben schnell reagiert und auch diesen Katastrophenfall sehr gut gemanagt. Damit haben wir einmal mehr unter Beweis gestellt, dass Nürnberg Krise kann." Oberbürgermeister Marcus König (CSU).

Der Katastrophenfall wurde um 13.15 Uhr aufgehoben. Bis die Situation vollständig geklärt sei, würden die Krisenstäbe aktiv bleiben, so König in einer Mitteilung.

Ab morgen wieder normales Wärmeniveau

Der Ausfall des Kraftwerks fällt in eine außergewöhnliche Kälteperiode. Viele tausend Bürgerinnen und Bürger sind betroffen. Um schnell handeln zu können, hatte die Stadt den Katastrophenfall ausgerufen. König bedankte sich auch bei der Feuerwehr, den Hilfsorganisationen, der Polizei und auch der N-Ergie "für die sehr gute und enge Abstimmung".

Der Versorger N-Ergie arbeitet mit Hochdruck daran, das Fernwärmenetz in den beiden betroffenen Stadtteilen zu stabilisieren. Ziel ist es, dass die betroffenen Bürgerinnen und Bürger so schnell wie möglich wieder ihre gewohnten Temperaturen bei Heizung und Warmwasser bekommen. Die N-Ergie kündigte an, dass es morgen nicht mehr nötig sein wird, größere Wohnblocks vorübergehend abzuregeln, um das Netz zu stabilisieren. Ab morgen würden alle Wohngebäude wieder ganztägig voll am Netz sein und mit Wärmeenergie versorgt werden, so die N-Ergie.

Anwohner zufrieden mit Krisenmanagement

Unterdessen zeigten sich zahlreiche Anwohner in einer nicht repräsentativen BR-Umfrage auch zufrieden mit dem Krisenmanagement. Die Heizungen liefen und auch die Warmwasserversorgung sei kein Problem. Bei den meisten Anwohnern im betroffenen Wohnviertel würden ähnliche Temperaturen wie vor dem Großbrand herrschen, so das Ergebnis der Umfrage.

Das Krisenmanagement von Stadt und dem Energieversorger N-Ergie scheint damit aufzugehen. Die Heizungen würden laufen und auch die Warmwasserversorgung sei kein Problem, sagte eine betroffene Anwohner dem BR.

Fleecejacke gebraucht

Einige Befragte gaben an, sie hätten ihre Heizungen ein wenig zurückgedreht, wie es vom Energieversorger empfohlen worden sei. Nur eine Frau bemängelte, dass sie eine Fleecejacke brauche, weil sie ihre Heizung nicht voll aufdrehen dürfe.

Um die Versorgung der Bürger zu gewährleisten, hat der Versorger N-Ergie mobile Heizanlagen installiert. Der Versorger betont, dass eine Mindestversorgung für alle Haushalte gewährleistet sei, auch wenn nicht überall die maximale Leistung zur Verfügung stehe.

Sparsam heizen

Nach wie vor sind die Menschen in den betroffenen Stadtteilen Gebersdorf und Röthenbach aufgerufen, sparsam mit Heizung und Warmwasser umzugehen.

Im Laufe des Tages werden weitere sechs mobile Heizanlagen in den Stadtteilen Gebersdorf und Röthenbach installiert. Danach soll voraussichtlich ab dem Abend wieder das gewohnte Niveau an Wärmeversorgung gefahren werden können, kündigte Josef Hasler, Chef des Versorgers N-Ergie an.

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