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Katastrophenfall im Landkreis Garmisch-Partenkirchen | BR24

© dpa/Angelika Warmuth

Schnee am Grenzübergang Mittenwald

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    Katastrophenfall im Landkreis Garmisch-Partenkirchen

    Mit dem Landkreis Garmisch-Partenkirchen hat nun der fünfte Landkreis den Katastrophenfall festgestellt. Überall schaufeln Hunderte Helfer den Schnee von Dächern. Hohe Priorität haben Turnhallen. Helfer aus dem Rest Bayerns kommen als Verstärkung.

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    Mit Garmisch-Partenkirchen hat nun der fünfte bayerische Landkreis den Katastrophenfall festgestellt. Grund sei vor allem, dass das kleine Zeitfenster vor neuen Schneefällen genutzt werden solle, um Gebäude und Bäume von den Schneelasten zu befreien, sagte Stefan Scharf, der Sprecher des Landratsamts, dem BR.

    Durch den Katastrophenfall könne der Landkreis auch auf die Kräfte von THW und Bundeswehr zurückgreifen. Scharf betonte ausdrücklich, dass für die Bevölkerung im Landkreis derzeit keine akute Gefahr bestehe.

    Berchtesgadener Land: Mehr als 700 Helfer im Einsatz

    Die Hilfskräfte im Berchtesgadener Land wollen den heutigen Freitag dafür nutzen, möglichst viele kommunale und private Dächer von der tonnenschweren Schneelast abzuräumen. Auch sollen die Verkehrswege im Berchtesgadener Land freigeräumt werden.

    Derzeit sind im gesamten Landkreis etwa 700 Helfer von THW, Bundeswehr, den freiwilligen Feuerwehren, BRK und Wasserwacht vor allem zum Dachabräumen im Einsatz.

    Wanderwege um Garmisch-Partenkirchen wegen Schnee gesperrt

    Ab sofort müssen die Berg- und Wanderwege um Garmisch-Partenkirchen wegen Gefahren durch Schneebruch bis auf Weiteres gesperrt werden. An einigen Stellen im Kramerbereich sind laut Marktgemeinde bereits Wege durch Bäume versperrt. Es wurden bereits an den Haupteinstiegen Warntafeln errichtet. Auch die Partnachklamm ist wegen Lawinengefahr gesperrt sowie der Michael-Ende Kurpark wegen der Gefahr von Schneebruch. Die Marktgemeinde bittet die Bürger die Sperrungen zu beachten und hofft auf Verständnis.

    Bürgertelefon eingerichtet

    Das Landratsamt Berchtesgadener Land hat jetzt auch ein Bürgertelefon eingerichtet. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Führungsgruppe Katastrophenschutz sind unter der Telefonnummer 08651 / 7 73-1 53 erreichbar.

    Landkreise Traunstein und Miesbach: Turnhallendächer haben Vorrang

    Im Landkreis Traunstein waren am Donnerstag mehr als neun Turnhallen Hallen gesperrt, wie ein Sprecher des Landratsamtes sagte. Zu groß sei die Gefahr, dass Dachlawinen die Besucher treffen könnten. "Unsere Hausmeister sind mit dem Räumen nicht mehr hinterhergekommen."

    Auch im Landkreis Miesbach blieben Turnhallen geschlossen. Bei der Räumung hätten deren Dächer hohe Priorität, sagte eine Sprecherin des Landratsamtes. Die Turnhallen müssten als mögliche Notunterkünfte – unter anderem für evakuierte Bürger oder Rettungskräfte – freigehalten werden.

    Der Landkreis Miesbach bekommt am Nachmittag Unterstützung aus dem Landkreis Dachau. Ein rund 100 Mann starkes Kontingent der Feuerwehren wird erwartet. Desweiteren wurden 50 Bundeswehrsoldaten angefordert, und das THW unterstützt mit Kräften aus Lauf an der Pegnitz, Roth, München, Weilheim, Bad Aibling und Rosenheim. Auch das Bayerische Rote Kreuz bekomme Verstärkung und zwar aus München, teilt das Landratsamt mit.

    Landkreis Rosenheim: Brennpunkt Sachrang

    Im Landkreis Rosenheim ist die Lage allgemein recht ruhig, bestätigte Kreisbrandrat Richard Schrank dem BR. Lediglich in Sachrang im Priental, das zur Gemeinde Aschau in Chiemgau gehört, unterstützten Feuerwehren die Kräfte der Gemeinde, um diverse Dächer vom Schnee zu befreien.

    Laut einem Gemeindesprecher sind dort zehn Feuerwehrtrupps und diverse Firmen im Einsatz. Der Schnee liege 1,50 Meter hoch auf den Dächern. Das Freiräumen sei hauptsächlich eine Vorsichtsmaßnahme, bevor am Wochenende Regen oder schwerer Schnee nachfolgten.

    Überall aus Bayern kommen Helfer nach Traunstein

    Weil der anhaltende Schneefall immer größere Probleme verursacht, hat die Regierung Oberbayern überregionale Hilfe angefordert: Das Landratsamt Neuburg-Schrobenhausen schickt heute Nachmittag einen Konvoi nach Traunstein. Der Hilfskonvoi besteht aus 120 Einsatzkräften, 19 Feuerwehrwagen und weiteren Einsatzfahrzeugen. Es beteiligen sich die Landkreisfeuerwehren, das BRK und das THW. Die Helfer werden voraussichtlich einsturzgefährdete Dächer von den Schneemassen befreien.

    Schon am Morgen haben sich etwa 30 ehrenamtliche Helfer der oberfränkischen DLRG auf den Weg nach Traunstein gemacht, um die Einsatzkräfte zu unterstützen. sagte Michael Förster, der Pressesprecher der DLRG in Bayern auf Anfrage des Bayerischen Rundfunks. Die Helfer kommen unter anderem aus Bayreuth und Bamberg.

    Und aus dem Landkreis Freising sind am Morgen 132 Einsatzkräfte der Feuerwehren nach Traunstein aufgebrochen.