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Kassenbon als Zuckerguss: Bäcker reagiert auf Bonpflicht | BR24

© dpa/pa/Tobias Hase

Kreative Idee eines oberbayerischen Bäckers: Der Kassenbon-Krapfen

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    Kassenbon als Zuckerguss: Bäcker reagiert auf Bonpflicht

    Ein Bäcker aus Moosinning im Landkreis Erding reagiert auf die umstrittene Kassenbonpflicht und gibt die Quittung für seine Faschingskrapfen kurzerhand als Zuckerguss aus. Kreative Idee, doch den Papierbon muss er trotzdem drucken.

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    Mit einem Kassenbon aus Zucker reagiert ein Bäcker aus dem oberbayerischen Moosinning auf die umstrittene Bonpflicht. Seine Faschingskrapfen verziert der Bäcker mit einer Quittung, auf der von Betrag über Mehrwertsteuer, Steuernummer und Adresse alle wichtigen Informationen zu lesen sind. "Wir hätten nicht gedacht, dass die Idee so gut ankommt", sagte Verkäuferin Nicole Helbig. Gut 200 "Kassenbon-Krapfen" gingen täglich über die Theke und damit viel mehr Krapfen als sonst.

    Papierbon trotzdem Pflicht

    Den eingebackenen Bon aus sogenanntem Fondant hat der Bäcker mit einem Lebensmitteldrucker gestaltet. Die Kunden seien alle sehr begeistert, doch die Aktion werde nach Fasching wieder beendet, sagte Verkäuferin Helbig. Den Papierbon müssten sie trotzdem austeilen, es sei ja schließlich Vorschrift.

    Auch andere Händler und Unternehmen haben schon auf die Anfang des Jahres eingeführte Kassenbon-Pflicht reagiert. Eine Würzburger Apotheke nutzt zum Beispiel ein System, mit dem sich die Kunden den Kassenbon aufs Handy laden können.

    Bei jedem Einkauf ein Kassenbon

    Seit Jahresbeginn müssen Händler mit elektronischen Kassensystemen ihren Kunden bei jedem Kauf unaufgefordert einen Beleg aushändigen. Ende 2016 war die sogenannte Belegausgabe-Pflicht beschlossen worden, mit der Steuerbetrug über Mogelkassen verhindert werden soll.

    Die Regelung wird von vielen als bürokratisch kritisiert; vor allem Bäcker mit Laufkundschaft, die in der Regel keine Kassenbons haben will, fürchten überflüssige Müllberge.