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Studie zu Mietpreisen: Karlsfeld teurer als München | BR24

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Karlsfeld im Landkreis Dachau hat die höchsten Mieten Deutschlands

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Studie zu Mietpreisen: Karlsfeld teurer als München

20 Jahre lang war München Spitzenreiter bei den Mietpreisen, doch nach einer neuen Berechnung ist die Gemeinde Karlsfeld im Landkreis Dachau jetzt an der Landeshauptstadt vorbeigezogen.

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Ein zweifelhafter Titel: der Ort mit den höchsten Mieten in Deutschland. Karlsfeld liegt jetzt auf Platz 1 der Liste, die den Mietspiegelindex von F+B für das Jahr 2018 abbildet. Das Hamburger Unternehmen F+B GmbH, ein Forschungs- und Beratungsunternehmen für Wohnen und Immobilien, wertet seit über 20 Jahren den Mietspiegel von Städten und Gemeinden mit mindestens 20.000 Einwohnern aus.

Im Durchschnitt 10,62 Euro pro Quadratmeter

In der Gemeinde Karlsfeld müssen Mieter mehr als das Eineinhalbfache des deutschen Durchschnitts zahlen. Die Nettokaltmiete beträgt im Schnitt 10,62 Euro pro Quadratmeter. Das sind 17 Cent mehr als im benachbarten München.

Karlsfelds Bürgermeister Stefan Kolbe ist verwundert

Dass die Gemeinde Karlsfeld im Mietpreisniveau nicht ganz unten liegt, das war uns relativ klar, aber dass wir dann im Ranking deutschlandweit an die Nummer 1 kommen, dass haben wir so nicht erwartet. Und ich muss auch ganz offen sagen, ich kann es mir so nicht erklären. Karlsfelds Bürgermeister Stefan Kolbe.

In Karlsfeld zahlen Mieter etwa 53 Prozent mehr als im deutschen Durchschnitt. Knapp dahinter München mit 51 Prozent. Im Umland der Landeshauptstadt gehören auch Dachau und Germering zu den zehn Städten mit den höchsten Mieten in Deutschland.

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Hoher Freizeitwert - Der Karlsfelder See

Studie bezieht sich nur auf bestimmten Wohnungstyp

Insgesamt sind nach der Auflistung deutschlandweit die Mieten im vergangenen Jahr um 2,2% angestiegen. Der Index von F+B bildet die Nettokaltmieten von typischen Normalwohnungen mit einer Fläche von 65 Quadratmetern, mittlerer Ausstattung und Lage ab.

Der offizielle Mietspiegel sieht anders aus

Bei den von den Städten veröffentlichten Mietspiegeln dürfen dagegen nur Wohnungen berücksichtigt werden, bei denen die Miete in den letzten vier Jahren neu vereinbart oder geändert wurde. Sie liegen also in der Regel etwas höher.

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In deutschen Großstädten gehen die Menschen auf die Straße, weil sie sich die Mieten nicht mehr leisten können. Wohnungsnot herrscht auch in München.