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Karl-Bröger-Medaille für Sozialmagazin Straßenkreuzer | BR24

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Das Nürnberger Sozialmagazin "Straßenkreuzer" erhält in diesem Jahr die Karl-Bröger-Medaille. Vor allem das Engagement für Menschen, denen es nicht so gut geht, überzeugte die Karl-Bröger-Gesellschaft.

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Karl-Bröger-Medaille für Sozialmagazin Straßenkreuzer

Das Nürnberger Sozialmagazin Straßenkreuzer erhält in diesem Jahr die Karl-Bröger-Medaille. Preisträger leisten einen wichtigen Beitrag zum kulturellen Leben in Nürnberg.

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"Alles mit ganz viel Liebe gemacht" – aus diesem Grund bekommt das Nürnberger Sozialmagazin Straßenkreuzer die Karl-Bröger-Medaille. Das sagte Michael Ziegler, Vorsitzender der Karl-Bröger-Gesellschaft dem Bayerischen Rundfunk. Die Karl-Bröger-Gesellschaft überzeugte vor allem das Engagement für Menschen, denen es nicht so gut geht.

Wertschätzung für Straßenkreuzer

Ilse Weiß, Chefredakteurin des Straßenkreuzers, freut sich sehr. Für sie sei die Medaille eine Wertschätzung der Arbeit des Magazins. Der Verein fühle sich in der Stadt gut angekommen.

"Es ist schön, so wahrgenommen zu werden", Ilse Weiß, Chefredakteurin des Straßenkreuzers

Sozialmagazin seit 26 Jahren

Den Straßenkreuzer gibt es seit 26 Jahren. Das Sozialmagazin erscheint elf Mal im Jahr mit einer Auflage von 12.000 bis 18.000, teilt der Verein mit. Dabei wird großer Wert auf die Professionalität des Inhalts gelegt. Das Sozialmagazin wird ausschließlich durch Spenden, Anzeigen und den Verkauf finanziert.

Einnahmen durch Weiterverkauf

Das Konzept dahinter: Arme oder Obdachlose kaufen den Straßenkreuzer für 1,10 Euro im Redaktionsbüro und verkaufen ihn für 2,20 Euro weiter. Die Hälfte der Einnahmen bleibt bei den Verkäufern selbst. Rund 80 Verkäuferinnen und Verkäufer sind regelmäßig im Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen unterwegs.

Stadtführung und Schreibwerkstatt

Neben Heften werden auch CDs zur Weihnachtszeit verkauft. Außerdem gibt es die sogenannte Straßenkreuzer-Uni, Stadtführungen und die Schreibwerkstatt. Bei dieser können Interessierte bei einem Teil des Magazins mitwirken.

Ehrung und Party im Karl-Bröger-Zentrum

Der Nürnberger Arbeiterdichter, Journalist und Politiker Karl Bröger gab der Medaille ihren Namen. Die Ehrung des Straßenkreuzers wird am Freitag (21.02.20) um 19.00 Uhr im Karl-Bröger-Zentrum in Nürnberg mit einer Party gefeiert. Die Veranstaltung ist öffentlich. Die Laudatio hält Klaus Schamberger, der im letzten Jahr die Karl-Bröger-Medaille erhalten hat.

Bisher gab es vier Preisträger: Fitzgerald Kusz, das Gostner Hoftheater, Prof. Dr. Hermann Glaser und Klaus Schamberger. Die Ehrung wird nun zum fünften Mal vergeben, gab Michael Ziegler, Vorsitzender der Karl-Bröger-Gesellschaft, bekannt.