BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite
© BR
Bildrechte: BR / Achim Winkelmann

Die Karpfensaison in allen Monaten mit "R" nähert sich an den Kartagen ihrem Höhepunkt. Für die Fischzüchter aber gibt es bessere Jahre, denn normalerweise verkaufen sie viele Karpfen an die Gastronomie.

Per Mail sharen
  • Artikel mit Video-Inhalten

Höhepunkt einer besonderen Karpfensaison

Die Karpfensaison in allen Monaten mit „R“ nähert sich an den Kartagen ihrem Höhepunkt. Für die Fischzüchter aber gibt es bessere Jahre, denn normalerweise verkaufen sie viele Karpfen an die Gastronomie. Wie geht es den Betrieben in Unterfranken?

Per Mail sharen
Von
  • Achim Winkelmann

Durch die langen Schließungen der Gastronomie war es kein leichtes Jahr für die fränkischen Fischzüchter. Das hat auch der Fischzuchtbetrieb Gerstner in Obervolkach (Lkr. Kitzingen) gemerkt. „Gerade Karpfen verkaufen wir vor allem an die Gastronomie, deshalb wurden wir durch die coronabedingten Schließungen da besonders getroffen“, sagt Chefin Michaela Gerstner. Weil die Jungkarpfen drei Jahre brauchen, um groß zu werden, habe man die Menge des beliebten Speisefischs auch nicht kurzfristig anpassen können.

Fischfest umgeplant

Das Fischfest und andere Veranstaltungen musste das Familienunternehmen mit seinen rund 100 Hektar Teichfläche bereits absagen oder als To-Go-Event umplanen. Andere Speisefische wie Forelle, Saibling und Zander liefen dagegen in diesem Jahr sehr gut. Besonders rund um die Kartage brummt am Hofladen nochmal das Geschäft. Viele Menschen haben Fisch als traditionelles Karfreitagsgericht vorbestellt. Die Kunden haben uns nicht im Stich gelassen, freut sich die Fischzüchterin.

Karpfen mehr Wildfisch als Lachs und Forelle

Der Karpfen ist ein wichtiger und ökologisch vorbildlicher Teil der Teichwirtschaft. Im Gegensatz zur Forelle oder einem Lachs aus einer Aquakultur ist er noch ein richtiger Wildfisch und lebt hauptsächlich von der Naturnahrung, sagt Fischwirtschaftsmeister Karl-Heinz Steinl. Zugefüttert werde nur Getreide als Kohlehydratspeicher.

Teil der Karpfen in Main ausgesetzt

Einige hundert Kilo der Karpfenernte nahm dem Betrieb in diesem Jahr außerdem der Fränkische Fischereiverband ab. Die Karpfen wurden im Main freigelassen, wo sie sich jetzt weiter vermehren und geangelt werden können. Karpfensaison ist in den acht Monaten mit einem „R“ und geht damit in der Regel bis Ende April.

© BR / Achim Winkelmann
Bildrechte: BR / Achim Winkelmann

Fischwirtschaftsmeister Karl-Heinz Steinl mit seinen Karpfen.

"Darüber spricht Bayern": Der neue BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!