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Kardinal Müller unterstützt Söders Kreuzerlass | BR24

© picture-alliance/dpa/Lena Klimkeit

Kardinal Gerhard Ludwig Müller in seinem Büro in Rom

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    Kardinal Müller unterstützt Söders Kreuzerlass

    Der frühere Präfekt der Glaubenskongregation im Vatikan, Kardinal Gerhard Ludwig Müller, stützt die Position von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) im Streit um das verpflichtende Aufhängen von Kreuzen in bayerischen Behörden.

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    In der Debatte um den Kreuzerlass positioniert sich auch Kardinal Gerhard Ludwig Müller. Dem Bayerischen Rundfunk sagte Müller, das Kreuz symbolisiere die christlichen Grundlagen Bayerns und Deutschlands, auf die sich alle Menschen, die hier herkommen, einigen könnten. Wörtlich fügte der frühere Bischof von Regensburg hinzu: 

    "Egal, von wem diese Initiative kommt: Ich kann sie eigentlich nur unterstützten. Mir sind die Politiker lieber, die die Kreuze aufhängen, als diejenigen, die Kreuze abhängen. Ich möchte mich natürlich nicht in die Diskussion einmischen. Manche sagen, der Erlass habe politische Gründe. Das ist ja zunächst noch nichts Schlechtes. Irgendeine Politik brauchen wir." Kardinal Gerhard Ludwig Müller

    Kreuz ist nicht nur religiöses Symbol

    Zur Kritik am bayerischen Kreuzerlass, hier würden in unzulässiger Weise die Sphären von Politik und Religion vermischt, sagte Müller: "Das Kreuz ist ja nicht nur ein religiöses Symbol in dem Sinne, dass Menschen ein Bekenntnis zum christlichen Glauben abverlangt wird. Das Kreuz zeigt, dass es auch ein Protest ist gegen das Unrecht und dass wir im Geiste der Versöhnung miteinander leben können. Ich glaube, das kann jeder akzeptieren." 

    Söders Beschluss

    Die bayerische Staatsregierung hatte in ihrer Kabinettssitzung am 24. April die allgemeine Geschäftsordnung für die Behörden des Freistaats geändert. Demnach muss ab 1. Juni im Eingangsbereich aller staatlichen Dienstgebäude als Ausdruck der "geschichtlichen und kulturellen Prägung Bayerns" deutlich wahrnehmbar ein Kreuz als sichtbares Bekenntnis zu den Grundwerten der Rechts- und Gesellschaftsordnung angebracht werden. 

    Diese Anordnung hat für teils scharfe Kritik von verschiedenen Juristen, Parteien und Kirchenvertretern gesorgt - es gab vereinzelt aber auch Zustimmung für den Beschluss.