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Kardinal Marx spendet trotz "Scheinehe"-Debatte an Seenotretter | BR24

© picture alliance/ZUMA Press

Kardinal Reinhard Marx

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    Kardinal Marx spendet trotz "Scheinehe"-Debatte an Seenotretter

    Menschenleben retten - für Christen ist das ein Gebot der Nächstenliebe. Und so spendete Kardinal Marx 50.000 Euro an die Seenot-Retter der "Mission Lifeline". Dafür steht er nun in der Kritik - wegen eines missverständlichen Tweets der Organisation.

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    Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, hat erneut eine beachtliche Summe an Seenotretter gespendet: diesmal 50.000 Euro an die Rettungsorganisation "Mission Lifeline".

    "Wir unterstützen die Seenotrettung aus humanitären Gründen, weil noch immer Menschen auf dem Mittelmeer sterben" Marx' Sprecher Bernhard Kellner zur "Bild"-Zeitung

    Twitter-Nachricht sorgt für Debatte um "Scheinehe"

    Vor wenigen Tagen hatte ein Tweet der Flüchtlings-Hilfsorganisation für Diskussionen im Netz gesorgt und scharfe Kritik von Politikern nach sich gezogen. Auf dem Kurznachrichtendienst Twitter hatte die Hilfsorganisation gepostet:

    "Ihr seid noch nicht verheiratet? Vielleicht verliebt Ihr Euch zufällig in einen Menschen, der*die hier noch kein Bleiberecht hat. Könnte passieren, oder? Bleibt offen!"

    © Screenshot BR

    Tweet von "Mission Lifeline"

    Erzdiözese München distanziert sich von Scheinehe-Aufruf

    Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) sagte der "Bild"-Zeitung, die Ehe habe in der Rechtsordnung und dem Grundgesetz einen sehr hohen Stellenwert. Sie dürfe daher keinesfalls missbraucht werden. "Wer sich auf diese Weise ein Bleiberecht in unserem Land sichern will, wird kaum die Akzeptanz der heimischen Bevölkerung gewinnen können." Eine solche Inszenierung sei auch gegenüber denjenigen Migranten, die die Gesetze beachteten und einen ordentlichen Asylantrag stellten, äußerst ungerecht.

    Auch der Sprecher von Kardinal Marx ging auf Distanz zu dem Tweet, wenn damit die mögliche Anbahnung von Scheinehen beworben werden soll:

    "Eine Ehe ist ein Bund von zwei Menschen, der nicht aus anderen Zwecken eingegangen werden sollte." Marx' Sprecher Bernhard Kellner

    "Mission Lifeline" versteht die Aufregung um den Tweet nicht. In dem kritisierten Post stehe nichts davon, was Rechtsextreme gern darin lesen wollen, so die Organisation in einem Video, das wiederum über Twitter verbreitet wurde.