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Kanzlerin in Nürnberg: Demonstranten tragen Zukunft zu Grabe | BR24

© BR/Katharina Herkommer

Mitglieder der Klima-Bewegung "Fridays for Future" haben anlässlich des Besuchs von Bundeskanzlerin Angela Merkel in Nürnberg zur Demo gerufen.

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    Kanzlerin in Nürnberg: Demonstranten tragen Zukunft zu Grabe

    Beim Gewerkschaftstag der IG Metall in Nürnberg wird am Donnerstag Bundeskanzlerin Angela Merkel erwartet. Während Delegierte auf Geld für neue Technologien hoffen, wollen Demonstranten ihren Unmut über das Klima-Paket ausdrücken.

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    In einer Rede will Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) auf die Folgen der Klima- und Verkehrswende für den Arbeitsmarkt eingehen. Die IG Metall fordert vom Staat Milliarden-Programme, mit denen in neue Technologien investiert werden soll.

    IG Metall fordert Kurzarbeitergeld

    Schon zur Eröffnung des Kongresses hatte Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) angekündigt, dass es im Falle einer Krise der Metall-Branche das sogenannte Transformations-Kurzarbeitergeld geben könnte. Das Geld aus der Kasse der Arbeitslosenversicherung soll dazu genutzt werden, Beschäftigte der Metall-Industrie für die Arbeit mit neuen Technologien fit zu machen. Die Gewerkschaft IG Metall fordert diese Hilfe seit Jahren.

    "Fridays for Future"-Aktivisten wollen demonstrieren

    Mitglieder der Klima-Bewegung "Fridays for Future" wollen den Besuch der Kanzlerin nutzen, um ihrem Unmut über das ihrer Meinung nach unzureichende Klima-Paket der Bundesregierung Luft zu machen. Symbolisch wollen die Demonstranten ab 13.30 Uhr vor dem Nürnberger Messezentrum ihre eigene Zukunft zu Grabe tragen. Die Aktivisten sind dazu aufgerufen, in festlicher schwarzer Kleidung zu erscheinen, so wie bei einer Beerdigung üblich.

    vbm: Unternehmer sind in Vorleistung gegangen

    Der Gewerkschaftstag der IG Metall im Nürnberger Messezentrum dauert noch bis Samstag. Bei dem Treffen wollen die Delegierten auch über die Frage debattieren, welchen Einfluss die neuen Herausforderungen der Metall-Branche auf künftige Tarifabschlüsse haben. Der Verband der Bayerischen Metall- und Elektro-Industrie (vbm) lehnt zusätzliche Kosten für die Unternehmen ab. Diese seien in den vergangenen Jahren deutlich in Vorleistung gegangen und hätten trotz gestiegener Kostenbelastung massiv investiert "in neue Technologien und Innovationen sowie in großem Umfang in Arbeitsplätze und Beschäftigung", schreibt der Verband in einer Mitteilung. „Künftige Tarifabschlüsse müssen das berücksichtigen."

    Mehr Beschäftigte denn je in der Metall- und Elektro-Industrie

    Aktuell sind in der bayerischen Metall- und Elektro-Industrie mehr als 870.000 Personen beschäftigt – so viele wie noch nie seit der Wiedervereinigung.