BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite
© BR/Christian Riedl
Bildrechte: pa/dpa/Philipp Schulze

Die Regierung von Niederbayern und das Landratsamt Regen haben mit Vertretern der örtlichen Kanuunternehmen sowie aus Fischerei und Naturschutz diskutiert. Es geht um den Kanusport auf dem Schwarzen Regen.

9
Per Mail sharen
  • Artikel mit Audio-Inhalten
  • Artikel mit Video-Inhalten

Kanufahren auf dem Schwarzen Regen massiv eingeschränkt

Die Regierung von Niederbayern und das Landratsamt Regen haben mit Vertretern der örtlichen Kanuunternehmen sowie aus Fischerei und Naturschutz diskutiert. Es geht um den Kanusport auf dem Schwarzen Regen.

9
Per Mail sharen
Von
  • Christian Riedl
  • BR24 Redaktion

Der Streit um den Kanusport auf dem Schwarzen Regen im Bayerischen Wald ist offenbar auch nach einem sogenannten Runden Tisch im Landkreis Regen nicht beigelegt. Sowohl Kanuverleiher als auch betroffene Fischereivereine zeigten sich im Anschluss an die von der Kreisverwaltung vorgelegten Beschränkungen unzufrieden. Das zuständige Landratsamt will den Bootsbetrieb auf dem Schwarzen Regen erheblich einschränken.

Bootsbetrieb bis 15. Juli generell verboten

Demnach soll auf dem Flussabschnitt zwischen den Städten Zwiesel und Viechtach, der aus Naturschutzsicht als besonders schätzenswert gilt, der Bootsbetrieb vom 1. April bis zum 14. Juli generell verboten werden. In der Zeit danach gelten Einschränkungen abhängig von Wassertemperatur und Flusspegel. Im Flussabschnitt abwärts von Viechtach gelten keine Einschränkungen hinsichtlich Pegel und Temperatur, allerdings ist das Bootskontingent auf höchstens 120 Fahrten pro Tag beschränkt.

Diese Regelungen sollen ab dem 15. Juli in Kraft treten. So lange gilt weiter ein generelles Verbot für Leihkanus auf dem Schwarzen Regen im Landkreis Regen.

Beide Seiten unzufrieden

Kanuverleiher fürchten jetzt, dass Fahrten auf dem Abschnitt zwischen Zwiesel und Viechtach ganzjährig nicht mehr möglich sind. Das sei schwer zu verkraften, so ein Verleiher zum BR. Er erwäge deswegen eine Klage gegen die vom Regener Landratsamt erlassenen Auflagen. Aber auch der Fischereiverein in Viechtach ist unzufrieden. Es werde sich der Kanubetrieb auf den Flussabschnitt abwärts von Viechtach konzentrieren. Trotz der Kontingentierung bedeute das erhebliche Belastungen für die Fischfauna.

© BR
Bildrechte: BR

Der Landkreis Cham hat noch letztes Jahr das Kanu- und Bootfahren auf dem Regen stark eingeschränkt. Die Rede war von "unhaltbaren Zuständen". Nun dürfen Kanus und Boote wieder auf den Fluss, doch nur unter strengen Auflagen.

"Darüber spricht Bayern": Der neue BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!