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Kann Politik Spaß machen? - "SPD hat Spaß auf andere Art" | BR24

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Spaß in der Politik, funktioniert das überhaupt? Wir sind mit DemokraWie? nach Bamberg gefahren und haben uns mit Vertretern von Die Partei von der SPD getroffen und nachgefragt.

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  • Artikel mit Video-Inhalten

Kann Politik Spaß machen? - "SPD hat Spaß auf andere Art"

Politik kann und soll Spaß machen. Auch der Vorsitzende der Jusos Oberfranken sieht das so. Allerdings habe die SPD "auf andere Art" Spaß als die Satirepartei "Die Partei". Die "DemokraWie?"-Reporter haben in Bamberg mit jungen Politikern gesprochen.

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"DemokraWie?", ein Social-Video-Format des Bayerischen Rundfunks für junge Leute, tourt im Vorfeld der Kommunalwahlen durch ganz Bayern. Diesmal machten die jungen Reporter in Bamberg Station.

Dort stellten sie die Frage: Kann Politik Spaß machen? Das "DemokraWie?"-Team traf eine Aktionistin der Satirepartei Die Partei und ein Mitglied der SPD-Jugendorganisation Jusos. Beide erklärten: Politik müsse auch Spaß machen.

Mit Humor festgefahrene Debatten auflockern

Und wie zeigt sich das? Durch den Einsatz von Humor, meint Elena Dolgushina, Schatzmeisterin des Bamberger Kreisverbands von "Die Partei". "Wir versuchen, ernsthafte Themen mit satirischen Mitteln anzusprechen", sagt die 22-Jährige. Als Beispiel nennt sie den Vorschlag einer autofreien Innenstadt. Da kann es schnell zu einer heftig geführten Debatte kommen. Es helfe, mit Humor dagegen anzukämpfen, meint die Jura-Studentin. So fordere ihre Partei ironisch eine "innenfreie Autostadt", in der "sich SUVs voll austoben dürfen". Auch im Kampf gegen Rechtsextreme und gegen eingefahrene Strukturen sei Humor ein hilfreiches Mittel.

"Spaß macht es auf jeden Fall: Man weiß, man tut etwas für die Gesellschaft." Elena Dolgushina, Kreisverband "Die Partei" Bamberg

Der Bamberger Juso Vitus Mayr findet es gut, dass es Satireparteien gibt. Denn sie würden auf vieles aufmerksam machen, was gerade wichtig ist. Zwar gehe es seiner von schlechten Wahlergebnissen geplagten Mutterpartei – der SPD – derzeit ziemlich schlecht, räumt Mayr ein. Doch hätten auch die SPD und die Jusos Spaß an Politik, nur "auf eine andere Art", meint der Student.

Nur mit Spaß an der politischen Arbeit kann man überzeugen

So mache es überhaupt keinen Sinn, sich ein politisches Seminar oder eine Aktion auszudenken, "wenn du selber keinen Spaß dabei hast". Dann könne man auch niemanden überzeugen. Für jeden Partei-Neuling sei wichtig, dass es Strukturen gibt, wo man sich sofort beteiligen und etwas bewegen kann statt sich erst hocharbeiten zu müssen.

"Wir müssen einfach aus diesem Denken rauskommen: 'Der Vorsitzende entscheidet, die anderen spuren.' Das ist so ein uraltes, eingestaubtes Parteienbild. Das muss meiner Meinung nach einfach raus." Vitus Mayr, Vorsitzender der Jusos Oberfranken

Seine Generation bringe da längst ein anderes Denken herein, meint Mayr. Der 22-Jährige ist bereits seit sieben Jahren politisch aktiv. Er betont, ihm mache es Spaß, mit Menschen zusammenarbeiten, die ähnliche Ziele verfolgen. Mit ihnen könne man "gemeinsam richtig viel auf die Beine stellen". Die "DemokraWie?"-Reporter Tyra Webster und Daniel Peter hatten bei ihrer Suche nach Spaß in der Politik auf jeden Fall auch selbst viel "Fun", wie ihr Video aus Bamberg gleich zu Beginn zeigt.

Das auch auf dem Instagram-Kanal von BR24 (IGTV) veröffentlichte Social Media-Projekt "DemokraWie?" hat sich zum Ziel gesetzt, junge Menschen zu erreichen, die sich bislang kaum für Politik interessieren oder ihr wenig zutrauen.

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