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Kann man Kartoffeln eigentlich mit Schale essen? | BR24

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Kartoffeln

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    Kann man Kartoffeln eigentlich mit Schale essen?

    "Die Nährstoffe stecken doch alle in der Schale" - dieses Argument begegnet einem immer wieder. Manchmal stimmt das. Manchmal sollte man aber lieber auf die Schale verzichten - wie bei der Kartoffel.

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    In der Kartoffel-Schale steckt viel Solanin, das giftig ist. Der Gehalt schwankt je nach Sorte und Jahreszeit. Schon 200 Gramm ungeschälte Kartoffeln mit einem hohen Solaningehalt können bei Erwachsenen zu Beschwerden führen. Für den Verbraucher ist das schwierig einzuschätzen. 
    "Solanin führt zu Unwohlsein, und mitverursacht Magen-Darm-Probleme und Kopfschmerzen. Und das Solanin ist beständig gegenüber Hitzeeinwirkung, das heißt, es wird durch Kochprozesse nicht zerstört oder abgebaut." Prof. Gerhard Rechkemmer, Ernährungswissenschaftler, Präsident Max-Rubner-Institut, Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel

    Kindern sollte man ungeschälte Kartoffeln daher lieber nicht zumuten, vor allem keine größeren Mengen. Sie würden es wahrscheinlich auch nicht freiwillig essen, denn Solanin schmeckt bitter.

    Wo besonders viel Solanin versteckt ist

    Besonders viel Solanin ist in den Keimen von Kartoffeln und in den Ansatzstellen, den Augen, enthalten. Also: großzügig rausschneiden. Auch solche grünen Stellen,  die durch Lichteinwirkung entstehen, enthalten viel Solanin.

    Unser Tipp: Die Kartoffeln noch in der Schale kochen: so wird verhindert, dass allzu viele wertvolle Mineralien ins Kochwasser ausgeschwemmt werden. Erst danach pellen.

    Übrigens: Rohe Kartoffeln – geschält natürlich - sind nicht giftig, wie viele denken. Der Mensch kann nur die enthaltenen Nährstoffe in rohem Zustand nicht verwerten.