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Kann Heigenbrücken Titel "Luftkurort" behalten? | BR24

© Katrin Küx/BR-Mainfranken

Seit 1959 darf sich Heigenbrücken mit dem Prädikat "Luftkurort" schmücken. Doch damit könnte es bald vorbei sein. Am Abend entscheidet der Gemeinderat darüber, ob er den Deutschen Wetterdienst mit einer Beurteilung der Luftqualität beauftragen wird.

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Kann Heigenbrücken Titel "Luftkurort" behalten?

Seit 1959 darf sich Heigenbrücken mit dem Prädikat „Luftkurort“ schmücken. Doch damit könnte es bald vorbei sein. Am Abend entscheidet der Gemeinderat darüber, ob er den Deutschen Wetterdienst mit einer Beurteilung der Luftqualität beauftragen wird.

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Wenn nicht, wird die Gemeinde nach 60 Jahren ihren Beinamen "Luftkurort" verlieren. "Wir sind eigentlich überfällig. Eine Kommune muss alle 10 Jahre den Nachweis erbringen, dass sie zu Recht den Titel trägt. Wegen der langjährigen Baustelle der Bahn zur Umfahrung des Schwarzkopftunnels wurde uns aber eine Verlängerung zugestanden!", so Werner Englert, Bürgermeister von Heigenbrücken auf BR-Nachfrage. Im Juli 2019 erstellte der DWD ein Gutachten für Heigenbrücken, in dem es abschließend heißt: "Insgesamt wird das Prädikat Luftkurort für die Gemeinde Heigenbrücken aus bioklimatischer und lufthygienischer Sicht erfüllt sein."

Strenge Kriterien

Die Zeichen stehen also günstig für die Kommune. Wenn sie nun eine Klima-Analyse beim DWD beantragt, würde für ein Jahr an drei unterschiedlichen Stellen u.a. Grobstaub gemessen. Dabei müsse Englert zufolge auch die Messstelle "Kurpark" wieder berücksichtigt werden. Diese Messstelle war bei der letzten Überprüfung durchgefallen. Vom Staub abgesehen – damit Heigenbrücken Luftkurort bleiben kann, muss es noch einige Hausaufgaben erledigen. Um glasklare Wasserqualität nachweisen zu können, braucht es ein neues Wasserwerk. Hier läuft der Bauantrag aber bereits. Die Arbeiten sollen im Frühjahr 2020 starten.

Barrierefreiheit

Weitere Kriterien: So braucht es etwa einen barrierefreien Zugang zur Touristinformation, Öffnungszeiten über die Öffnungszeiten des öffentlichen Dienstes hinaus und qualifizierte Mitarbeiter mit Bildungs- oder Weiterbildungsnachweis. "Außerdem wird verlangt, dass die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Gäste mindestens 3,0 Tage beträgt. Ist das nicht der Fall, dann sollten wenigstens alle anderen Voraussetzungen erfüllt sein. Dies wird laut Auskunft von der Regierung von Unterfranken sehr streng gehandhabt.", so Werner Englert.