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Kaniber: Containern muss Straftatbestand bleiben | BR24

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Bayerns Landwirtschafts- und Ernährungsministerin Michaela Kaniber (CSU) hat einer Lockerung der Gesetzgebung zum sogenannten Containern im Interview mit der Rundschau im BR-Fernsehen eine klare Absage erteilt. Das sei das falsche Ziel, so Kaniber.

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Kaniber: Containern muss Straftatbestand bleiben

Bayerns Ernährungsministerin Kaniber hat einer Lockerung der Gesetzgebung zum sogenannten Containern eine Absage erteilt. Es sei der falsche Weg, Menschen zu erlauben, weggeworfene Lebensmittel aus Supermarkt-Containern zu holen, sagte sie dem BR.

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Hamburg setzt sich dafür ein, dass das sogenannte Containern bundesweit entkriminaliaisert wird. Unterstützung für den Vorschlag kommt von der Münchner Tafel - Widerspruch dagegen von Bayerns Landwirtschafts- und Ernährungsministerin Michaela Kaniber.

Menschen sollen nicht im Müll wühlen müssen

"Wir wollen diese Bilder nicht haben, dass Menschen in Mülltonnen wühlen müssen", sagte Kaniber im Interview mit der Rundschau im BR-Fernsehen. Weitaus besser sei es, bei der Bedürftigkeit auf ehrenamtliches Engagement zu setzen. Man sei hier bereits gut aufgestellt. Kaniber wies darauf hin, dass der Freistaat seit 2016 einer Allianz zur Rettung von Lebensmitteln angehöre. Verschiedene Verbände und der Einzelhandel arbeiteten hier zusammen, um noch verwertbare Lebensmittel an Bedürftige umzuleiten.

Viele abgelaufene Lebensmittel noch genießbar

Auch an den bisherigen Regelungen zum Mindesthaltbarkeitsdatum will Kaniber festhalten. Die Festsetzung habe im Sinne des Verbraucherschutzes einen besonderen Wert. Allerdings könne man sich ruhig auch etwas "auf seine Nase verlassen" und ein Produkt, bevor man es wegwerfe, "probieren, ob es noch genießbar" sei.

Auch auf Vorbildfunktion setzen

Mit Blick auf die rund 13 Millionen Tonnen Lebensmittel, die in Deutschland pro Jahr im Müll landen, sagte die Ministerin, es sei wichtig, auch Jugendlichen und Kindern eine Wertschätzung für Lebensmittel zu vermitteln und den Menschen zu zeigen, auf wie viele Arten man Lebensmittel verwerten könne. Derzeit sei zum Beispiel ein "Food Truck" in München unterwegs, der genau das tue.

© pa/dpa/Sven Simon

Michaela Kaniber

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Caro und Franzi wurden in Olching beim Containern erwischt und dafür verurteilt. Mit einer Petition fordern sie, das Fischen von weggeworfenen Lebensmitteln bei Supermärkten zu erlauben.