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Kampf um FDP-Landesvorsitz: Föst gilt als Favorit | BR24

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Beim Parteitag der bayerischen FDP in Amberg stehen Neuwahlen an. Der Vorsitzende Daniel Föst hat einen Gegenkandidaten. Die Delegierten werden über Teams abstimmen.

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Kampf um FDP-Landesvorsitz: Föst gilt als Favorit

Die bayerische FDP trifft sich zu ihrem Landesparteitag in Amberg. Gut 400 Delegierte haben die Wahl zwischen dem amtierenden Landesvorsitzenden Föst und seinem Herausforderer Lechte. In seiner Rede griff Favorit Föst die Staatsregierung an.

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Die Delegierten erwarten ein spannendes Rennen um den bayerischen FDP-Vorsitz zwischen den beiden FDP-Bundestagsabgeordneten. Julia Bretz, die Würzburger Spitzenkandidatin bei der Kommunalwahl hat sich auf Daniel Föst festgelegt: "Er hat seine Arbeit gut gemacht und den Verband nach vorne gebracht. Glaube, dass wir gut fahren, wenn wir mit ihm auch in die Kommunalwahl gehen."

Fösts Gegenkandidat Lechte gilt als Teamplayer

Ganz anderer Ansicht ist der zweite Bürgermeister aus Floss in der Oberpfalz. Oliver Mutterer unterstützt Fösts Gegenkandidaten Ulrich Lechte.

"Die Chancen sind 50/50. Uli Lechte ist ein sehr guter Kandidat, weil ein unheimlicher Teammensch ist. Und man merkt ihm an, dass er sich selbst niemals in den Vordergrund stellt"

Der Oberpfälzer Lechte tritt zudem mit dem Unterfranken Karl Graf Stauffenberg als Kandidat für den Generalsekretär an. Der Vorsitzende der niederbayerischen Jungen Liberalen – Ramin Nikkoh – wählt aber genau deshalb Daniel Föst.

"Grundsätzlich unterstütze ich natürlich Lukas Köhler, als Generalsekretär, der nur im Team mit Daniel Föst in Frage kommt. Ich finde wie müssen als FDP dringend unsere Kompetenzen im Bereich der Umweltpolitik erweitern. Und Lukas Köhler als Sprecher der Bundestagsfraktion ist da ein absolut geeigneter Kandidat."

Eine echte Wechselstimmung ist auf dem Parteitag bisher nicht zu spüren - Föst darf deshalb als Favorit gelten.

© Nicolas Armer / dpa-Bildfunk

Ulrich Lechte, der Kandidat für den Vorsitz der FDP Bayern und Mitglied des Deutschen Bundestages auf dem Parteitag in Amberg.

Föst teilt gegen Söder und Aiwanger aus

In seiner Rede vor der Abstimmung teilte Föst gegen Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) aus. Söder "rennt durch das Land und verteilt Geld", sagte Föst. Freie Wähler-Parteichef Aiwanger sei "als Wirtschaftsminister ein Totalausfall".

In seiner Rede zog Föst außerdem Resümee zu den vergangenen zwei Jahren als FDP-Landesvorsitzender. Nach der "schwierigen Zeit" nach der Landtagswahl 2013, als die Partei den Einzug in den Landtag verpasste, habe die FDP wieder aufgeholt: "Wir haben auf allen Ebenen geliefert." Nun müsse die Partei vor den Kommunalwahlen 2020 noch stärker auf die Wähler zugehen.