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Metaller protestieren gegen Job-Kahlschlag in Nürnberg | BR24

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IG Metall Fahnen im Wind

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    Metaller protestieren gegen Job-Kahlschlag in Nürnberg

    Angestellte der Metall- und Elektroindustrie kämpfen um ihre Jobs. Weil in Nürnberg mehr als 4.000 Arbeitsstellen in Gefahr sind, wollen rund 1.000 Arbeiter auf die Straße gehen und mit einer Menschenkette gegen den "Job-Kahlschlag" protestieren .

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    Heute gegen 11 Uhr gehen Beschäftigte der Metall- und Elektroindustrie in Nürnberg auf die Straße und protestieren gegen den geplanten Stellenabbau in ihren Betrieben. Insgesamt seien rund 4.000 Stellen in der Branche in der Region bedroht, sagte Andreas Weidemann, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Nürnberg, dem Bayerischen Rundfunk.

    Beschäftigte protestieren mit Menschenkette

    Deswegen hat die Gewerkschaft zu einer Menschenkette aufgerufen, an der sich rund 1.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer beteiligen sollen. Das Motto lautet "Job-Kahlschlag! Nicht mit uns". Unter anderem vertreten sind Beschäftigte von MAN. Dort planen die Verantwortlichen etwa ein Drittel der 3.800 Arbeitsstellen am Standort Nürnberg zu streichen.

    IG Metall fordert Investitionen statt Stellenabbau

    Die IG Metall fordert von den Nürnberger Unternehmen, gerade in Zeiten der Krise Arbeitsplätze zu erhalten und in die Zukunftsfähigkeit der Nürnberger Standorte zu investieren. Dabei übt Andreas Weidemann von der IG Metall Nürnberg heftige Kritik an den Bestrebungen der Unternehmensführungen: Es könne nicht sein, dass Unternehmen sich ausgiebig beim Kurzarbeitergeld bedienten und im Anschluss die Beschäftigten auf die Straße setzten. "Der Sozialstaat ist kein Selbstbedienungsladen für die Industrie", sagte Weidemann.

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    Die IG Metall plant eine Menschenkette als Protest gegen den Stellenabbau in der Region

    Vier-Tage-Woche denkbar

    Die Frage der Beschäftigungssicherung werde für die IG Metall in der kommenden Tarifrunde ein zentrales Thema sein. Dabei, so Weidemann, wollen die Gewerkschaftsvertreter mit den Betrieben unter anderem auch über die vorübergehende Einführung der Vier-Tage-Woche diskutieren.

    Zeichen der Solidarität

    Mit der Menschenkette wollen die Beschäftigten auf ihre Forderungen aufmerksam machen und ein Signal der Solidarität und Verbundenheit senden, heißt es weiter in einer Mitteilung der IG Metall. Neben den MAN-Angestellten unterstützen beispielsweise auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Siemens, Conti Temic und der Robert Bosch GmbH die Protestaktion.

    Teil der Aktionswoche "Fairwandel statt Zukunftsangst"

    Die Menschenkette wird voraussichtlich von der Firma Leistritz (Markgrafenstraße Ecke Frankenstraße) aus entlang der Franken- und Nopitschstraße verlaufen. Der Protest ist Teil der bayernweiten Aktionswoche "Fairwandel statt Zukunftsangst"(12.-16.10.20) der IG Metall.

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