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Helfer räumt Dach in Buchenhöhe
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Anton Rauch
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Helfer räumt Dach in Buchenhöhe

Tausende Helfer waren in Südbayern tagelang im Schnee-Einsatz. Und noch immer wird auf den Dächern geschaufelt, um die Schneelast wegzubringen. Beispiel Landkreis Miesbach: Allein in Bayerischzell schaufeln heute noch 800 Einsatzkräfte den Schnee von den Häusern herunter. Dieser hat sich laut Landratsamt auf den Dächern festgefroren und sei "schwer wie Beton".

In den Landkreisen Miesbach, Berchtesgadener Land und Traunstein gilt weiterhin der Katastrophenfall. Aufgehoben wurde er am Dienstag in den Landkreisen Bad Tölz-Wolfratshausen und Garmisch-Partenkirchen.

Für die meisten Schüler in den Schnee-Regionen hat heute wieder der Unterricht begonnen, am Donnerstag und Freitag fällt nur im südlichen Landkreis Traunstein noch die Schule aus. Auf Facebook war verbreitet worden, dass wegen des Schulausfalls im Landkreis Miesbach die Sommerferien um eine Woche verkürzt werden. Das ist frei erfunden.

Weiterhin hohe Lawinengefahr - Dorf evakuiert

In den bayerischen Alpen ist die Lawinengefahr weiter erheblich (Stufe 3 von 5), in den Hochlagen groß (Stufe 4 von 5). Im Landkreis Traunstein muss das Dorf Raiten, ein Ortsteil von Schleching, wegen akuter Lawinengefahr evakuiert werden. Etwa 250 Menschen sind betroffen.

Bahn nimmt Betrieb wieder auf

Die Bahn und die verschiedenen Verkehrsunternehmen in Südbayern setzen heute und morgen die meisten gesperrten Strecken wieder in Betrieb – gut für Pendler, Schüler, Skiausflügler. Die Bayerische Oberlandbahn fährt seit der Früh wieder von Holzkirchen nach Schliersee und Lenggries. Im Allgäu läuft der Verkehr ab dem Nachmittag von Immenstadt nach Oberstdorf. Morgen sollen auf der lang eingeschneiten Strecke zwischen Garmisch und Mittenwald wieder Züge fahren. Auch im Berchtesgadener Land ist Zugverkehr wieder für Donnerstag versprochen.

Es gibt allerdings immer noch drei Bereiche in Bayern, wo die Bahn keine Prognose geben kann, wann es wieder losgeht. So ist der Abschnitt Schliersee-Bayrischzell vorerst weiter gesperrt, außerdem die Strecken von Kempten über Pfronten nach Reutte in Tirol. Auch im bayerischen Wald gibt es weiter Behinderungen im Bahnverkehr.

Riedbergpass und Fernpass wieder offen

Auch auf den Straßen entspannt sich die Lage. Der Fernpass zwischen Deutschland und Österreich ist wieder geöffnet. Damit können Reisende aus Deutschland wieder via Garmisch-Partenkirchen ins Nachbarland fahren. Auch der Riedbergpass im Allgäu ist wieder befahrbar. Damit ist der Ort Balderschwang im Allgäu wieder zu erreichen. Dieser war tagelang von der Außenwelt abgeschnitten. Zahlreiche Bundesstraßen in Bayern sind aber noch gesperrt. Über den aktuellen Stand der Sperrungen können Sie sich hier informieren.