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Kampf den Barrieren | BR24

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Treppe zu den Gleisen

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    Kampf den Barrieren

    Kein Aufzug, keine Rolltreppe: Schon lange kämpfen Stadt und Landkreis für den barrierefreien Umbau des Kaufbeurer Bahnhofs, doch getan hat sich nichts. Damit geben sich einige Stadträte nicht zufrieden. Von Andrea Trübenbacher

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    „Kaufbeuren braucht einen barrierefreien Bahnhof! Wir fordern die Verantwortlichen bei der Deutschen Bahn sowie beim Bund, aber auch den Freistaat Bayern auf, umgehend die Weichen dafür zu stellen, dass der Kaufbeurer Bahnhof bis 2021 komplett barrierefrei ist.“ So beginnt die Resolution, die unter anderen der Kaufbeurer Landtagsabgeordnete der Freien Wähler, Bernhard Pohl, den Stadträten zur Abstimmung vorlegen will.

    Die Vertreter der CSU, der Freien Wähler und der Initiative für Kaufbeuren wollen eine Resolution in den Stadtrat einbringen, die von Bahn und Staatsregierung den Umbau des Bahnhofs fordert - und so das Thema wieder an die Öffentlichkeit bringen. Denn der jetzige Zustand des Bahnhofs ist für Pohl und seine Kollegen nicht hinnehmbar.

    Mit dem Hublifter zum Gleis

    Bislang ist es so: Wer mit dem Rollstuhl von Kaufbeuren abfahren will, muss dies zwei Tage vorher bei der Bahn anmelden, dann wird in Fahrtrichtung Kempten der Hublifter angesetzt und der Rollstuhlfahrer kann in den Zug fahren. Wer nach Augsburg oder München will, hat es noch komplizierter.

    Da müssen kurz vor der Abfahrt die Gleise gesperrt werden, damit der Reisende auf den anderen Bahnsteig fahren kann: Etwa 350 Meter auf der einen Seite hin, dann über die Gleise und auf der anderen Seite wieder die gleiche Strecke zurück. Auch dann kommt der Hublifter zum Einsatz. Ein Zustand der für die Behindertenbeauftragte des Ostallgäus, Waltraud Joa, dazu führt, dass Rollstuhlfahrer den Kaufbeurer Bahnhof meiden:

    "Ich halte den Bahnhof, gerade den Zugang zu den Gleisen, schon für sehr renovierungsbedürftig. Das ist für die gesamte Gesellschaft notwendig. Ich sage auch den Urlaubern mit Rollstuhl wenn möglich mit dem eigenen Auto zu kommen", so Waltraud Joa.