Zurück zur Startseite
Bayern
Zurück zur Startseite
Bayern

Kampagne "Steuer gegen Armut" stellt aus Protest die Arbeit ein | BR24

© BR

Der deutsch-französische Vorschlag einer "Aktiensteuer" sei ein Rückschlag für die Steuergerechtigkeit. Deshalb kündigte Jesuitenpater Jörg Alt an, die Arbeit für das Bündnis "Steuer gegen Armut – Finanztransaktionssteuer" aus Protest einzustellen.

Per Mail sharen
  • Artikel mit Audio-Inhalten

Kampagne "Steuer gegen Armut" stellt aus Protest die Arbeit ein

Das Bündnis "Steuer gegen Armut – Finanztransaktionssteuer" stellt aus Protest seine Tätigkeit ein. Das hat der Kampagnen-Mitbegründer Jesuitenpater Jörg Alt heute in Nürnberg mitgeteilt.

Per Mail sharen

Der deutsch-französische Vorschlag einer "Aktiensteuer" sei ein Schlag ins Gesicht aller, die sich für Steuergerechtigkeit engagieren, sagte Alt. Statt die fünfjährigen Verhandlungen mit einem positiven Beschluss einer umfassenden Finanztransaktionsteuer (FTT) abzuschließen, machten der deutsche und der französische Finanzminister mit ihrem Vorschlag einer reinen Aktiensteuer nach französischem Vorbild das bisher Erreichte zunichte, so Alt weiter.

Alt: Von ursprünglicher Idee bleibt nichts mehr übrig

Eine solche Steuer hätte keine regulatorische Wirkung und würde im Vergleich zum Kommissionsvorschlag nur geringe Einnahmen bringen. Von der ursprünglichen Absicht, den Finanzsektor an den Kosten der Krise zu beteiligen, bliebe nichts übrig. "Die französische Schrumpfsteuer hat mit einer richtigen FTT nichts zu tun", sagte Alt. Jesuitenpater Jörg Alt hatte die Kampagne von der Jesuitenmission 2010 initiiert.