Das Ungererbad im Münchner Stadtteil Schwabing

Das Ungererbad im Münchner Stadtteil Schwabing

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    Kälteres Wasser, keine Sauna: So spart München Gas und Energie

    Kälteres Wasser, keine Sauna: So spart München Gas und Energie

    Seit heute sind die Saunen der Münchner Stadtbäder zu. Das Wasser in den Schwimmbecken wird kühler. Allerdings nimmt die Stadt dabei Rücksicht auf kleine Kinder und Schwimmschüler: Für sie bleibt das Wasser 28 Grad warm.

    Die zehn Saunen in den Bädern der Stadtwerke München sind ab 1. August erst einmal geschlossen. Damit soll angesichts der aktuellen Gasmangellage Energie eingespart werden. Außerdem werden die Mindesttemperaturen in Schwimmbecken weiter gesenkt: zum Beispiel auf 26 Grad in den Hallenbädern und auf 22 Grad im Freibadbereich.

    Rücksicht auf Kinder und Schwimmschüler

    Die Wassertemperatur solle aber niemanden davon abhalten, das Schwimmen zu erlernen und auch nicht Kinder abschrecken, "die sich an Wasser gerade erst gewöhnen", so die SWM weiter. Die Temperatur der Lehrschwimmbecken wird deshalb auf immer noch 28 Grad festgesetzt. In den Plantschbecken in den Hallenbädern sollen die Temperaturen bei 32 bis 34 Grad bleiben, im Freien kann man mit 28 Grad rechnen.

    Stadtverwaltung: Nur kaltes Wasser und maximal 19 Grad Raumtemperatur

    Auch mit anderen Maßnahmen versucht München Gas und Strom zu sparen. In der Stadtverwaltung etwa gibt es wegen des befürchteten Energiemangels kein warmes Wasser mehr. "Damit wir gut durch den Winter kommen, müssen wir den Verbrauch von Strom und Heizung deutlich einschränken", sagte Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD): "Wir alle sind aufgefordert, unseren Beitrag zu leisten!"

    In der Heizperiode wird nur noch bis höchstens 19 Grad geheizt, Flure und wenig genutzte Räume werden gar nicht beheizt. Daneben werden alle Heizungsanlagen einer gründlichen Wartung unterzogen und – soweit noch nicht erfolgt – ein hydraulischer Abgleich durchgeführt, um die Heizenergie bestmöglich zu nutzen.

    München beleuchtet weniger

    Maßnahmen gibt es zudem bei Gebäudesanierungen, einem weiterhin mit Kohle betriebenen Heizkraftwerk und bei der Beleuchtung. Zu verkehrsschwachen Zeiten bleibt etwa die Hälfte aller Ampeln ausgeschaltet. Öffentliche Gebäude, Brunnen und Denkmäler werden seit 2019 nur noch bis 23 Uhr angestrahlt. Hauptstraßen sind in München bereits seit Jahren ab 22 Uhr weniger beleuchtet und die Stadt rüstet auf die energieeffizientere LED-Technik um.

    Das Umweltreferat wies vor kurzem darauf hin, dass bereits in der Vergangenheit der Wärmeverbrauch in städtischen Häusern durch bauliche, technische und betriebliche Maßnahmen um 29 Prozent reduziert worden sei.

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