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Satellit umkreist die Erde
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Satellit umkreist die Erde

Nur wer in die Zukunft schaut, wird auch die Zukunft planen und ein Stück sicherer machen, das sagte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder nach der Kabinettsitzung. Das ist auch zu verstehen als Entgegnung auf diejenigen, die auf seine Idee einer eigenen Raumfahrtstrategie mit Spott reagiert hatten.

700 Millionen Euro in zehn Jahren

Konkret umfasst "Bavaria One" 10 Punkte. 700 Millionen Euro wird der Freistaat in den nächsten 10 Jahren dafür ausgeben. Mit insgesamt 50 Professuren soll in Ottobrunn unter dem Dach der Technischen Universität München die laut Söder größte Raumfahrtfakultät Europas entstehen. Ebenfalls in Ottobrunn soll der so genannte Hyperloop getestet werden, in einer 400 Meter langen Teststrecke, bei der die Transportkapseln nahezu Schallgeschwindigkeit erreichen sollen.

Schüler sollen Satellitenkamera steuern

Außerdem soll ein eigener bayerischer Satellit im All sein, in vier bis fünf Jahren, erklärt der TU-Professor Ulrich Walter, der Söder von Anfang in Sachen Raumfahrt beraten hat. Mit einer Fernsteuerung sollen Schüler die Kamera auf dem Satelliten steuern können und sich so für Raumfahrt begeistern.

"Also wir haben die Videokamera, damit können wir Schüler aktivieren. Wir werden einen Roboterarm drauf tun, mit dem man zum Beispiel Weltraummüll einsammeln kann." Prof. Ulrich Walter, TU München

Für die Landwirtschaft erhofft sich die Staatsregierung präzise Daten, um den Einsatz von Schädlingsbekämpfungs- und Düngemitteln reduzieren zu können.

Kohnen: Gegenwartsthemen wichtiger

Die bayerische SPD-Chefin Natascha Kohnen sieht die bayerische Raumfahrtstrategie skeptisch. Die Politik sollte zuerst Gegenwartsthemen wie KiTa-Plätze und Internetanbindung angehen, sagte Kohnen dem Bayerischen Rundfunk.

WARR-Hyperloop-Team der TU München

WARR-Hyperloop-Team der TU München