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Die Regierung von Mittelfranken hat das Raumordnungsverfahren für die "Juraleitung" zwischen Raitersaich und Altheim eingeleitet.

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    Juraleitung in Mittelfranken: Raumordnungsverfahren eingeleitet

    Die Regierung von Mittelfranken hat das Raumordnungsverfahren für die sogenannte Juraleitung zwischen Raitersaich in Mittelfranken und Altheim in Niederbayern eingeleitet. Ab sofort können die entsprechenden Pläne online eingesehen werden.

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    Von
    • Inga Pflug

    Die Planungsunterlagen zu dem mittelfränkischen Trassenabschnitt der sogenannten "Juraleitung" sind ab sofort online einzusehen und werden ab Anfang Juni etwa einen Monat lang in den beteiligten Kommunen öffentlich ausgelegt, teilt die Bezirksregierung mit: In den Städten Altdorf bei Nürnberg, Nürnberg und Schwabach, den Märkten Feucht, Roßtal und Wendelstein sowie in den Gemeinden Burgthann, Großhabersdorf, Rohr, Schwarzenbruck und Winkelhaid.

    Überprüfung der "Verträglichkeit" der Stromtrasse

    In dem Raumordnungsverfahren hat die Bezirksregierung unter anderem zu überprüfen, wie sich der Ersatzneubau auf das Wohnumfeld auswirkt. Auf dem Prüfstand stünden außerdem Aspekte wie Natur und Landschaft, Erholung, Land- und Forstwirtschaft, Wasserwirtschaft, Verkehr oder Tourismus, so die Regierung von Mittelfranken. In die Beurteilung sollen Einschätzungen von Fachbehörden, Kommunen und Verbänden einfließen, außerdem werde die Öffentlichkeit beteiligt.

    Entlang bestehender Leitung und als Erdkabel

    Die etwa 160 Kilometer lange 380 kV-Leitung soll den bisherigen Plänen von Tennet zufolge überwiegend entlang der bereits bestehenden 220 kV-Leitung geführt werden. In weiten Teilen als Freileitung, in drei Abschnitten bei Katzwang, Ludersheim und Mühlhausen ist der pilothafte Einsatz von Erdkabeln vorgesehen.

    Gesamtbeurteilung durch die Regierung Oberpfalz

    Auch die Regierungen der anderen betroffenen Regierungsbezirke Oberbayern, Oberpfalz und Niederbayern haben demnach entsprechende Raumordnungsverfahren eingeleitet. Die vier "landesplanerischen Teil-Beurteilungen" sollen anschließend durch die federführende Regierung der Oberpfalz zu einer Gesamtbewertung zusammengeführt werden, so die Regierung von Mittelfranken.

    Widerstand gegen geplanten Trassenverlauf

    Bürgerinitiativen in Franken hatten immer wieder gegen den geplanten Trassenverlauf demonstriert, zuletzt etwa in Nürnberg-Kornburg: Dort bemängelt der Bürgerverein, dass die Leitung zu nah an bestehenden Wohnhäusern vorbeiführen würde und fürchtet gesundheitliche Schäden.

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