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Jungholz und Kleinwalsertal nicht mehr Corona-Risikogebiet | BR24

© picture alliance/Zoonar

Riezlern und die übrigen Gemeinden im Kleinwalsertal werden vom RKI nicht mehr als Corona-Risikogebiete eingestuft

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    Jungholz und Kleinwalsertal nicht mehr Corona-Risikogebiet

    Erleichterung in Jungholz und im Kleinwalsertal: Die zu Tirol und Vorarlberg gehörenden Exklaven werden vom RKI nicht mehr als Corona-Risikogebiete eingestuft. Das Auswärtige Amt hob seine Reisewarnung auf und damit entfallen Quarantäne-Vorschriften.

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    Das Auswärtige Amt warnt nicht mehr vor Reisen nach Jungholz im österreichischen Tirol sowie ins Kleinwalsertal im österreichischen Vorarlberg. Das teilte das Ministerium auf seiner Website mit. Auch das Robert Koch-Institut (RKI) teilte mit, dass Jungholz und das Kleinwalsertal nicht mehr als Corona-Risikogebiet gewertet werden. Touristen und andere Reisende, die aus den österreichischen Exklaven nach Deutschland zurückkommen, müssen damit nicht mehr in Quarantäne auf negative Ergebnisse ihrer Corona-Tests warten.

    Kleinwalsertal nicht mehr Risikogebiet – Freude bei Landesregierung

    Vorarlbergs Landeshauptmann Markus Wallner begrüßte den Schritt in einer Pressemitteilung und erklärte, mit der Aufhebung der Einstufung des Kleinwalsertals als Corona-Risikogebiet sei dem dringenden Wunsch seines Bundeslandes entsprochen worden. Er betonte die enge Verbindung des Tals zu Deutschland. "Mit der Aufhebung der Einstufung als Risikogebiet haben wir einen wichtigen Erfolg für die Bevölkerung im ganzen Tal erzielt", zeigte sich Wallner erfreut.

    Österreich hofft auf Aufhebung der Corona-Warnung für Tirol und Vorarlberg

    Magnus Brunner, Staatssekretär im österreichischen Verkehrsministerium, betonte die österreichische Bundesregierung habe sich auf allen Ebenen für eine schnelle Lösung eingesetzt: "Die Aufhebung der Einstufung als Risikogebiet ist eine große Erleichterung für knapp 5.400 Menschen in den Enklaven Kleinwalsertal und Jungholz", sagte Brunner der Pressemitteilung des Landes Vorarlberg zufolge. Ziel der österreichischen Regierung sei es weiterhin, die Bundesländer Vorarlberg und Tirol insgesamt von der deutschen Liste der Corona-Risikogebiete streichen zu lassen, um den Wintertourismus nicht zu gefährden und Arbeitsplätze zu sichern.

    Keine aktuellen Infektionen mit Coronavirus

    Jungholz in Tirol ist ebenso wie das Kleinwalsertal in Vorarlberg auf der Straße nicht von Österreich, sondern nur vom Allgäu aus erreichbar. Nach Jungholz zweigen im Oberallgäu mehrere Verbindungen von der B310 ab. Südlich von Oberstdorf führt die B19 ins Kleinwalsertal. Vor einer Woche hat das Robert-Koch-Institut das österreichische Bundesland Vorarlberg und damit auch das Kleinwalsertal zum Corona-Risikogebiet erklärt. Corona-Kranke gibt es im Tal aktuell nicht. Insgesamt wurden während der Pandemie dort bislang nur drei Fälle registriert. Auch in Jungholz wurden in den letzten Tagen keine Corona-Infektionen registriert. Die Gemeinde galt aber wegen ihrer Zugehörigkeit zu Tirol ebenfalls offiziell als Risikogebiet.

    Bundesentwicklungsminister Müller begrüßt Streichung von Liste der Risikogebiete

    Via Facebook kommentierte der schwäbische Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) die Aufhebung der Reisewarnung des Auswärtigen Amtes. "Die Risikoeinstufung kam für die betroffenen Gebiete einem erneuten Lockdown gleich", schrieb Müller. Wäre die Warnung nicht aufgehoben worden, hätte sie "die Entlassung hunderter Angestellter nach sich gezogen", erklärte der Minister. Müller plädierte für eine Neureglung der Risikoeinstufung für den gesamt bayerisch-österreichischen Grenzraum.

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