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Junggesellenabschiede: Schlechte Späße lösen Polizeieinsätze aus | BR24

© pa/dpa

Junggesellenabschiede: Schlechte Späße lösen Polizeieinsätze aus (Symbolbild)

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Junggesellenabschiede: Schlechte Späße lösen Polizeieinsätze aus

Gleich bei zwei Junggesellenabschieden am Samstagmittag haben unüberlegte Überraschungsaktionen zu Polizeieinsätzen geführt. Die Beamten wurden am Untermain und in der Rhön alarmiert.

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Ein 27-Jähriger aus Amorbach (Lkr. Miltenberg) hat völlig aufgelöst den Notruf gewählt und mitgeteilt, bei ihm wären Einbrecher im Haus, die Gegenstände zerstören würden. Noch während der Einsatz anlief, stellte sich wenige Minuten später zum Glück heraus, dass es sich bei den vermeintlichen „Einbrechern“ um Freunde des Anrufers handelte. Die Männer hatten den 27-Jährigen zu dessen Junggesellenabschied abholen und erschrecken wollen.

Inszenierter Überfall

Weniger glimpflich verlief ein Vorfall in Nordheim vor der Rhön (Lkr. Rhön-Grabfeld). Dort hatte gegen 10.00 Uhr eine aufmerksame Autofahrerin während sie an einer Baustellen-Ampel stand beobachtet, wie ein maskierter und mit Pistole bewaffneter Mann zu einem Hauseingang lief und die Türe des Anwesens geöffnet wurde. Mehr hatte die Dame nicht mehr sehen können, da sie weiterfahren musste. Sie hatte umgehend sehr besorgt die Polizei in Mellrichstadt verständigt, welche mit Unterstützung der umliegenden Dienststellen mit mehreren Streifenwagen ausrückte.

Gespielte Entführung

Die Beamten konnten niemanden an dem Anwesen antreffen und auch den Hauseigentümer und seine zukünftige Gattin telefonisch nicht erreichen. Da eine Straftat zunächst nicht ausgeschlossen werden konnte, wurde das Anwesen umstellt und im Nahbereich gefahndet. Als der Hauseigentümer durch rasche Ermittlungen schließlich doch telefonisch erreicht und am Bahnhof angetroffen werden konnte, stellte sich folgender Sachverhalt dar: Es hatte sich um keinen Überfall gehandelt, sondern um eine gespielte Entführung im Rahmen eines Junggesellenabschiedes. Der Trauzeuge hatte mit einer Sturmhaube maskiert und mit einer Schreckschusspistole bewaffnet an der Haustüre geklingelt, um den Bräutigam zu erschrecken.

Anzeige gegen Trauzeugen

Anschließend hatte sich die Männergruppe – mittlerweile ohne Maskierung und Schusswaffe - zum Bahnhof in Mellrichstadt begeben, um dort den Ausflug zu starten. Dass eine Zeugin alles hautnah mitbekommen und verängstigt die Polizei verständigt hatte sowie derweil ein Polizeieinsatz angelaufen war, hatte der Trauzeuge nicht bedacht. Ihn erwartet nun ein Strafverfahren. Die Waffe wurde durch die Beamten sichergestellt.