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Junger Afghane kann Bayreuther Kirchenasyl verlassen | BR24

© Pfarrer Simon Froben

Danial M. aus Afghanistan

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    Junger Afghane kann Bayreuther Kirchenasyl verlassen

    Der in Bayreuth im Kirchenasyl lebende Danial kann seine Ausbildung in Deutschland fortsetzen und somit das Kirchenasyl verlassen. Das hat der Unterstützerkreis dem Bayerischen Rundfunk mitgeteilt.

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    Eigentlich sollte er nach Afghanistan abgeschoben werden, doch seit dem 6. Juli hat der 22-jährige Flüchtling Danial Zuflucht in einer Bayreuther Kirche gefunden. Nun kann er das Kirchenasyl verlassen. Das Staatsministerium des Inneren hat die Zentrale Ausländerbehörde Oberfranken angewiesen, Danial M. eine Ermessensduldung erteilen. Die Ausländerbehörde hatte diese Duldung noch Anfang August ausdrücklich verweigert.

    Die Chance auf die Aufenthaltsgenehmigung

    Somit kann Danial das Kirchenasyl verlassen und zu seiner Familie zurückkehren. Er wird im September seine schulische Ausbildung an der Berufsfachschule für Ernährung und Versorgung in Bayreuth fortsetzen und diese abschließen können. Er hat im Anschluss – bei entsprechender Beschäftigungsmöglichkeit – Aussicht auf die Erteilung einer weitergehenden Aufenthaltserlaubnis - heißt es in einer Pressemitteilung der Evangelisch-reformierte Kirchengemeinde Bayreuth.

    Abschiebung kein Thema im Moment

    Seit dem 06.07.18 war der junge Mann aus Afghanistan in Bayreuth im Kirchenasyl der evangelisch-reformierten Kirchengemeinde. Der 22-jährige Danial M. hätte am 03.07.18 zusammen mit 69 anderen abgelehnten Asylbewerbern vom Flughafen München in seine Heimat abgeschoben werden sollen.

    Für Danial hatte sich ein großer Kreis von Unterstützern stark gemacht – unter anderem hatten sie es geschafft, dass sich innerhalb der letzten Wochen mehr als 55.000 Menschen an einer Online-Petition beteiligt haben, die so "für Danial, aber zugleich auch für andere von der Abschiebung bedrohte Menschen ein klares Zeichen gesetzt" haben - heißt es weiter in der Pressemitteilung.