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Eine Ausgabe des "Heimatspiegel Bayern 2022" liegt auf dem "Heimatbericht"

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"Heimatspiegel": Hoher Stellenwert von Tradition und Brauchtum

"Heimatspiegel": Hoher Stellenwert von Tradition und Brauchtum

"Das bayerische Lebensgefühl in einer Umfrage", nicht weniger sieht Bayerns Heimatminister Albert Füracker (CSU) im heute vorgestellten "Heimatspiegel Bayern 2022". Es gibt viel Lob für den Freistaat – aber auch klare Aufträge für die Regierung.

Mehr als 90 Prozent der Menschen leben gerne in Bayern und fühlen sich hier zuhause – das ist laut Bayerns Heimatminister Albert Füracker (CSU) die Kernaussage des "Heimatspiegel Bayern 2022", den er in Nürnberg vorgestellt hat. 5.800 Menschen haben im Frühjahr an der Umfrage des Staatsministeriums für Heimat teilgenommen. Die Ergebnisse zeigen zudem einen hohen Stellenwert von Traditionen, Dialekten und Brauchtum in der Bevölkerung. Statt Empfindungen und Gefühlen geht es im ebenfalls vorgestellten "Heimatbericht 2021" um nüchterne Zahlen. Daran lässt sich unter anderem eine positive Entwicklung des ländlichen Raums ablesen, so Füracker.

"In Bayern fühlt man sich wohl"

Wichtigste Aussage der im Frühjahr durchgeführten Umfrage mit 5.800 Teilnehmerinnen und Teilnehmern: "In Bayern fühlt man sich wohl", so Heimatminister Albert Füracker. 92 Prozent der Befragten gaben an, gern im Freistaat zu leben. Nahezu ebenso viele (91 Prozent) stimmten der Aussage zu, sich in Bayern zuhause zu fühlen. Während persönliche Entfaltungs- und Entwicklungsmöglichkeiten in Städten beziehungsweise auf dem Land ähnlich beurteilt wurden, hat das Thema "Heimat" im ländlichen Raum aber eine deutlich höhere Bedeutung.

Bräuche, Dialekte und Traditionen sind wichtig

"Heimat ist der wichtigste Anker der Menschen", so Füracker mit Blick auf die Umfrageergebnisse. So stimmte fast die Hälfte der Befragten der Aussage voll zu, dass sie es wichtig fänden, Traditionen, Dialekte und Bräuche zu bewahren. Ein weiteres Drittel stimmte dem "eher zu". Selbst bei den unter 25-Jährigen sind knapp zwei Drittel der Meinung, dass der Erhalt von Traditionen und regionalen Besonderheiten wichtig ist, um sich zu Hause zu fühlen.

Der Bayern wichtigste Zukunftsthemen

Trotz der laut Füracker hohen Zufriedenheitswerte in der Bevölkerung könne sich der Freistaat darauf aber nicht ausruhen. So wurde in der Umfrage auch abgefragt, welche Themen besonderer Aufmerksamkeit bedürfen. Am häufigsten wurde demnach die flächendeckende ärztliche Versorgung auf dem Land genannt, vor dem öffentlichen Nahverkehr, dem Themenkomplex Wohnkosten und Wohnengpässen sowie dem Bürokratieabbau. Die hohen Lebenshaltungskosten und die Inflation rangierten zum Zeitpunkt der Umfrage im Frühjahr auf Platz sieben.

Umfrageergebnisse sollen in Politik einfließen

Die Umfrageergebnisse des "Heimatspiegels" sollen laut Heimatminister Füracker in die Politik der Staatsregierung einfließen. "Wir wollen dem 'Heimatspiegel' in aktives politisches Handeln umsetzen", so Füracker. Die Ergebnisse würden nun weiter ausgewertet und mögliche Schritte mit Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern vor Ort besprochen. Das sei allerdings ein Prozess, der mit der Umfrage nicht abgeschlossen sei.

Zahlen statt Gefühle im "Heimatbericht 2021"

Während der "Bayernspiegel" laut Heimatminister Füracker das bayerische Lebensgefühl widerspiegele, liefert der ebenfalls vorgestellte "Heimatbericht 2021" nüchterne Zahlen. Insbesondere geht es dabei um die Entwicklung des ländlichen Raums. Abgebildet wird das unter anderem mit Zahlen zu Geburten- und Bevölkerungsentwicklung sowie zur Arbeitslosigkeit.

Demnach leben mehr als die Hälfte (56 Prozent) der Menschen in Bayern auf dem Land. Die Bevölkerungszahl dort ist dem Bericht nach das zehnte Mal in Folge gewachsen. Die Geburtenzahl steigt. Außerdem ziehen mehr Menschen in den ländlichen Raum zu als ab. Der "Heimatbericht" beinhaltet darüber hinaus unter anderem Zahlen über die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Beschäftigung in Bayern oder auch den Stand der Behördenverlagerung im Freistaat.

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