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Junge Kaufbeurer wollen in den Stadtrat: Die Generation KF | BR24

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Hannah Rieger und Tobias Würfel von der Generation KF wollen in den Kaufbeurer Stadtrat.

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Junge Kaufbeurer wollen in den Stadtrat: Die Generation KF

Hannah Rieger, 27 Jahre, und Tobias Würfel, 22 Jahre, haben ein Ziel: Sie wollen in den Kaufbeurer Stadtrat. Nicht für irgendeine Partei, die dort schon vertreten ist, sondern für ihre eigene junge Liste: die Generation KF.

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"Wir wollen mitreden und unsere Stadt aktiv mitgestalten" – das sagen die Gründer der Generation KF. Im Sommer hatten zehn junge Kaufbeurer die Idee eine eigene Wählergruppe für die Kommunalwahl 2020 zu gründen. Im Herbst haben sie die Generation KF auf die Beine gestellt. Die Liste für die Stadtratswahl umfasst 29 Kandidaten, alle zwischen 18 und 28 Jahre jung.

Bunter Haufen statt verkrusteter Parteistrukturen

Es war ihnen wichtig, ihre eigene überparteiliche Initiative zu gründen, sagt Tobias Würfel, einer der Kandidaten. Weil sie ein absolut bunter Haufen sind und keine Lust auf die "verkrusteten Strukturen bestehender Parteien haben". Dort seien Leute, "die schon ewig dabei sind und auch das Sagen haben. Wenn man da als Junger hineinkommt, dann muss man sich da erst mal durchkämpfen".

Nicht besser, aber mutiger als die Etablierten

Einen frischen Wind, neue Konzepte und innovative Ideen, nicht weniger verspricht die Generation KF für das Kaufbeurer Rathaus. Sie wollen sich stark machen für eine Belebung der Altstadt und einen besseren Fahrrad- und Nahverkehr, außerdem für eine nachhaltige Stadtentwicklung, Digitalisierung und mehr Transparenz und Bürgernähe in der Stadtpolitik. Ihr Ziel ist nicht die Konfrontation mit den anderen Stadträten, sagt Hannah Rieger, sondern eine gute Zusammenarbeit: "Besser sind wir bestimmt nicht. Aber wir sind vielleicht einfach ein bisschen mutiger und gehen da mit ganz viel Euphorie rein. Das ist vielleicht eine Stärke, die wir da mitbringen".

Viele engagierte junge Menschen bei Generation KF

50 junge Menschen, zum Teil auch noch unter 18 und damit noch nicht selbst wählbar, engagieren sich für die "Generation KF". Dass sie für die Stadtratsliste viel mehr als die Mindestzahl von 14 Kandidaten zusammenbekommen, damit hat Medizinstudent Tobias Würfel nicht wirklich gerechnet: "Ich bin begeistert, dass das dann doch so viele Leute bewegt und mitreißt". Ziel der Generation KF ist der Einzug in den Kaufbeurer Stadtrat.

Positives Feedback

Bisher gab es viel positives Feedback für ihr Engagement, aber ob die Kaufbeurer sie dann wirklich wählen und für wie viel es am Ende reichen könnte, da wagt Tobias Würfel noch keine Prognose: "Ich glaube, das kann keiner von uns abschätzen. Wegen der Listenwahl werden wir sicher einen Platz, vielleicht sogar auch zwei bekommen. Vielleicht aber auch viel mehr, wir werden sehen."