BR24 Logo
BR24 Logo
BR24 - Hier ist Bayern
© BR
Bildrechte: picture alliance/dpa | Mohssen Assanimoghaddam

Hanna Heim im Gespräch mit Gloria Seibert, CEO von Temedica

4
  • Artikel mit Audio-Inhalten

Jung-Unternehmerin: Digitalisierung attraktiver machen

Gloria Seibert ist Gründerin und CEO eines Start-ups, das Gesundheits-Apps entwickelt. Mit diesen sollen chronisch Kranke besser begleitet und bürokratische sowie organisatorische Hürden abgebaut werden.

Von
Hanna HeimHanna HeimRegina WallnerRegina Wallner
4

Gloria Seibert ist Gründerin und CEO des Start-up-Unternehmens Temedica. Ein Name, der nicht auf den ersten Blick erkennen lässt, was die Geschäftsidee dahinter ist. Doch das ist Nebensache, wenn man sich mit dem Angebot von Temedica befasst: Seiberts Start-up bietet Patientinnen und Patienten mit akuten und chronischen Krankheiten eine bessere, vor allem digitale Begleitung an.

Mit Mut und Ideen die Digitalisierung vorantreiben

So sollen bürokratische und organisatorische Hürden überwunden werden, die oftmals zwischen Krankenkassen, Ärzten und Patienten stehen. Seibert führt als persönliches Beispiel den Fall ihres Großvaters an: dieser hatte einen sehr schweren Multiplen Sklerose-Verlauf. Während die MS-Therapien immer besser geworden seien, habe sich beispielsweise die bürokratische "Zettelwirtschaft" nicht verändert.

Seibert stellt klar, dass nicht nur im Bereich der Gesundheit die Digitalisierung immens wichtig sei. Auch bei Technologie und Klimaschutz könne durch Dialog und politische Ideen noch einiges erreicht werden. Nur so könnten deutsche Unternehmen auch als Arbeitgeber attraktiver werden, so Seiberts Einschätzung.

Mehr Öffentlichkeit für die Belange junger Unternehmer

Seibert sitzt im Vorstand des Bundesverbandes Deutsche Startups e.V. Dieser setzt sich aus Gründerinnen und Gründern zusammen, die sich ehrenamtlich engagieren und alle zwei Jahre gewählt werden. Ihr Ziel ist es, dass die Themen junger Unternehmerinnen mehr in der Öffentlichkeit stattfinden. Nur so könne auch der breiten Bevölkerung gezeigt werden, wie nützlich die Digitalisierung sein könne, zeigt sich Seibert überzeugt.

Frauen: kritischer Blick auf Themen als Gründungs-Bremse

In den vergangenen Jahren wurden immer mehr Start-ups gegründet. Die Motivationen ein Unternehmen zu gründen, sind unterschiedlich. Doch in nur 16 Prozent der Gründungsteams sind Frauen vertreten. Eine der Ursachen sieht Seibert unter anderem darin, dass Frauen, ihrer Einschätzung nach, sich kritischer mit Themen auseinandersetzen. So kritisch, dass sie sich final nicht trauen würden, ein neues Unternehmen zu gründen.

"Hier ist Bayern": Der BR24 Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!

Sendung

Interview der Woche

Schlagwörter