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Jung und Alt stellen sich in Unterfranken zur Wahl | BR24

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Die Kommunalwahl steht an und hält neue Kandidaten bereit. In Hammelburg haben zwei 18-Jährige die Liste "Generation Z" gegründet, im Landkreis Schweinfurt kandidiert ein 85-jähriger erstmals für ein politisches Amt.

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Jung und Alt stellen sich in Unterfranken zur Wahl

Politik geht jeden etwas an. Das beweisen derzeit gleich mehrere Kandidaten im Kommunalwahlkampf in Unterfranken. Ob noch in der Schule oder schon in Rente – hier sind zwei Beispiele die zeigen, dass es kein zu jung oder zu alt für die Politik gibt.

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Emma Bindrum und ihre Freundin Paula Christof aus Hammelburg in Landkreis Bad Kissingen sind 18 Jahre alt. Bei der Kommunalwahl am Sonntag dürfen sie das erste Mal zum Wählen gehen. Doch mit den Wahlvorschlägen ihrer Stadt konnten sich die beiden nicht identifizieren. Deshalb gründeten sie kurzerhand selbst eine Liste.

Für Erstwähler in den Stadtrat

Mit "Generation Z" haben die beiden jungen Frauen eine Liste gegründet, mit der sie Themen für junge Leute in den Stadtrat bringen wollen. Das "Z" steht dabei für Zukunft. Mit ihrem Angebot richten sich die beiden gezielt an Erstwähler. Neben einem kostenlosen Fahrradverleih wollen sie sich auch für Carsharing bei Fahranfängern stark machen.

Kommunalpolitik kennen sie bislang nur von den "Großen". Emmas Vater sitzt bereits schon seit 18 Jahren für die CSU im Hammelburger Stadtrat. Bei der Kommunalwahl wird sie jetzt also gegen ihren Vater antreten. Doch zu Streitigkeiten kommt es bei den beiden zuhause bislang nicht. Sie sehen nur Vorteile, wenn alle Generationen zusammenarbeiten.

Mit 85 Jahren erstmals zur Wahl gestellt

In Gochsheim im Landkreis Schweinfurt will dagegen Hans Seibt in den Gemeinderat. Auch der 85-jährige Ingenieur hat sich erstmals in seinem Leben bei einer politischen Wahl als Kandidat aufstellen lassen. Er zieht in dem 6.000-Einwohner-Ort für die Grünen ins Rennen. Seibt verbringt seine Freizeit am liebsten in seinem Garten. Für ihn steht der Klimaschutz an erster Stelle, damit meine sechs Enkelkinder auch noch etwas von unserer schönen Natur hätten, sagt Seibt. Für die Politik fühlt er sich mit seinen 85 Jahren nicht zu alt.

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