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Jugendamt: "Keine Zunahme häuslicher Gewalt während Lockdown" | BR24

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Der stellvertretende Leiter des Jugendamts Nürnberg Frank Schmidt kann keinen Anstieg von häuslicher Gewalt gegen Kinder während der Corona-Ausgangsbeschränkungen im Frühjahr feststellen.

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Jugendamt: "Keine Zunahme häuslicher Gewalt während Lockdown"

Der stellvertretende Leiter des Jugendamts Nürnberg, Frank Schmidt, kann im Interview mit Bayern 2 keinen Anstieg von häuslicher Gewalt gegen Kinder während der Corona-Ausgangsbeschränkungen im Frühjahr feststellen.

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Von
  • Christian Schaaf

Der stellvertretende Leiter des Jugendamts Nürnberg, Frank Schmidt, sieht keinen Anstieg von häuslicher Gewalt gegen Kinder während der Corona-Ausgangsbeschränkungen im Frühjahr.

"Es gab, während dieser harten Phase des Lockdowns keine signifikante und irgendwie coronabedingte Zunahme von häuslicher Gewalt gegen Kinder und gegen Partner und Partnerinnen." Frank Schmidt, stellvertretender Leiter des Jugendamts Nürnberg

Bayernweit kein Anstieg

Schmidt ist von dieser Entwicklung überrascht und kann sich dieses Phänomen nicht ganz erklären. Er äußerte aber die Vermutung, dass in der Zeit, in der die Schulen und Kindergärten geschlossen waren, "viele Eltern auch in Kurzarbeit waren, einfach so ein Stück Alltagsstress weggefallen ist". Möglicherweise habe das diese Situation ein bisschen kompensiert. Auch andere Jugendämter in Bayern haben nach Schmidts Aussage diese Beobachtung gemacht.

Problemfamilien auch während des Lockdowns betreut

Die Jugendämter in Bayern hätten auch während der Zeit der Ausgangsbeschränkungen weiterhin die Problemfamilien betreut und daher einen guten Einblick in die familiären Situationen, so Schmidt "Wir haben entgegen mancher Berichterstattung hier in Bayern nicht erlebt oder auch in der ganzen Republik, dass die Jugendämter ihre Arbeit eingestellt hätten, sondern die haben natürlich mit anderen Mitteln und Methoden versucht, Kontakt zu den geradezu den Risikofamilien zu halten."

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