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Jugend-forscht-Sonderpreis geht an Straubinger Schüler | BR24

© Martina Kiefl

Die drei Geschwister Gerold (12), Felix (15) und Anna (12) Kiefl

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    Jugend-forscht-Sonderpreis geht an Straubinger Schüler

    Drei Geschwister aus Straubing haben bei Jugend-forscht den Sonderpreis "Innovationen für Menschen mit Behinderung" gewonnen. Die Schüler haben sich einem speziellen Thema angenommen: Künstliche Darm- und Harnblasenausgänge.

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    Drei Schüler aus Straubing haben den Jugend-forscht-Sonderpreis der Christoffel-Blindenmission (CBM), "Innovationen für Menschen mit Behinderungen", gewonnen. Die zwölfjährigen Zwillinge Gerold und Anna und ihr 15 Jahre alter Bruder Felix Kiefl haben sich einem "Tabuthema" angenommen: künstliche Darm- und Harnblasenausgänge.

    System warnt vor dem Auslaufen

    Die Schüler des Ludwigsgymnasiums Straubing haben ein System entwickelt, das den Träger eines sogenannten Stomas vor unangenehmen Situationen schützen kann. Eine persönliche Erfahrung hat die drei hierzu motiviert: Der Beutel des künstlichen Darmausgangs eines Verwandten war ausgelaufen. Die Schüler haben deshalb einen ringförmigen Sensor entwickelt, der Feuchtigkeit erkennt. Montiert unter der Basisplatte, warnt er den Träger frühzeitig und diskret, sobald die Basisplatte nicht mehr fest auf dem Bauch sitzt und das Stoma-System damit undicht wird.

    Piepston und Vibration

    Im Tagesmodus vibriert der Warner und in der Nacht piepst er, damit der Träger zuverlässig aufwacht. Durch eine eingebaute Dichtung bleiben dem Träger dann rund fünf Minuten, um auf die Toilette zu verschwinden, bevor ein Malheur passiert.

    Der Preis wird im Rahmen des Landeswettbewerbs Bayern der Stiftung "Jugend forscht" verliehen. Als Organisation für Menschen mit Behinderungen in Entwicklungsländern legt die CBM Wert darauf, dass die Arbeiten gerade ihnen den Alltag erleichtern können. Alle ausgezeichneten Landessieger haben die Chance, den von der CBM ausgeschriebenen Bundessonderpreis in Höhe von 300 Euro zu erhalten.