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Journalist Karl Ude war NS-Propagandist | BR24

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Karl Ude

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    Journalist Karl Ude war NS-Propagandist

    Der Journalist Karl Ude hat im Dritten Reich nationalsozialistische Hetze betrieben. Das legen Recherchen eines Münchner Autors nahe. Im Frühjahr soll eine Biografie erscheinen. Der BR macht die Fakten jetzt erstmals öffentlich. Von Ulrich Trebbin

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    Karl Ude hat zwischen 1933 und 45 antisemitische, völkische, nationalistische und kriegsverherrlichende Thesen propagiert und dafür plädiert, die Schwachen in der Gesellschaft zu sterilisieren und in Arbeitshäuser zu stecken. Das belegen tausende Zeitungsartikel, die der Münchner Autor und Hobbyhistoriker Johann Türk gesichtet und ausgewertet hat. 

    Karl Ude stand hinter dem NS-Regime

    Eifrige NS-Journalisten hat es viele gegeben, aber Johann Türks Einschätzung nach war Karl Ude einer der engagiertesten. Nach dem Krieg hat Ude für die Süddeutsche Zeitung gearbeitet und ist in München eine literarische Größe geworden - mit zahlreichen Auszeichnungen, darunter das Bundesverdienstkreuz. 

    Christian Ude: "Unentschuldbare Entgleisungen"

    Karl Udes Sohn, der Münchner Alt-OB Christian Ude, hat sich dem Bayerischen Rundfunk gegenüber jetzt von der politischen Haltung seines Vaters distanziert und die Artikel "unentschuldbare Entgleisungen" genannt. Von der NS-Vergangenheit seines Vaters will Christian Ude nichts gewusst haben, allerdings hat er frühere Vorwürfe an seinen 1997 verstorbenen Vater entweder scharf kritisiert oder mit Schweigen übergangen.