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Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden
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BR24 Redaktion
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Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden

Die Sorge beim Präsidenten des Zentralrates der Juden in Deutschland nimmt die Angst vor einem wieder ansteigenden Antisemitismus zu. Gerade die Ereignisse aus jüngerer Vergangenheit seien Anlass zur Sorge. Dies hatte Schuster bereits vor einigen Wochen deutlich gemacht. Aber er sieht auch die Entwicklungen rund um die AfD als gefährlich.

"Eine Partei, die Menschen in ihren Kreisen duldet, die rassistisch sind, die fremdenfeindlich argumentieren, damit auch Antisemitismus artikulieren, die einen Vorsitzenden haben, der den Nationalsozialismus mit einem Vogelschiss in der Geschichte vergleicht – das kann keine Partei sein, die ein entsprechender Gesprächspartner für jüdische Organisationen oder jüdische Menschen ist." Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden

Jüdische Gruppierung in der AfD ist für Schuster nicht nachvollziehbar

Dass sich dennoch eine Gruppierung mit dem Namen "Juden in der AfD" gegründet hat, ist für Schuster ein Versuch dieser Partei, sich ein Feigenblatt zuzulegen.

"Es ist wirklich für mich unverständlich, wie sich jüdische Menschen dafür hergeben können. Ein Kollege von mir im Präsidium hat es so ausgedrückt: Es gibt ein Vorurteil, Juden seien alle klug. Dass das wirklich nur ein Vorurteil ist, wird spätestens mit der Gründung dieser Gruppierung bewiesen." Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden