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Jogger sammeln Müll an der Isar – "Plogging"-Trend aus Schweden | BR24

© rehab republic / Facebook

"Plogging"

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Jogger sammeln Müll an der Isar – "Plogging"-Trend aus Schweden

Sport trifft Umweltschutz: Beim "Plogging" sammeln Jogger den Müll, den andere Menschen auf Wegen und Wiesen zurückgelassen haben. Auch München setzt auf den Trend aus dem Norden und ruft dazu auf, die Stadt sauberer zu machen – nicht zum ersten Mal.

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"Plogging" ist eine Kombination aus Joggen und Müllsammeln. Wer beim Laufen unterwegs Abfall auf dem Boden entdeckt, bückt sich, nimmt ihn mit und joggt weiter. Mitmachen kann jeder, der Lust hat.

Zweite "Plogging"-Aktion der Stadt München

Wenn es nach dem Abfallwirtschaftsbetrieb München (AWM) geht, wird das Isar-Ufer am Montagabend zum "Plogging"-Hotspot. Zum zweiten Mal rief die Stadt München jetzt Freizeitsportler dazu auf, liegengelassene Plastiktüten, Dosen, Kartons oder auch Kleidung einzusammeln.

Dafür stellte der AWM allen Teilnehmern Stoffbeutel, Handschuhe und Warnwesten gesellt. Auch Getränke gab es für die Helfer. Ab 18 Uhr wurde es flussaufwärts der Reichenbachbrücke / Ecke Eduard-Schmid-Straße gejoggt und Müller gesammelt.

💡 Was ist Plogging?

"Plogging" ist ein sogenanntes Kofferwort, also ein Kunstwort, das aus zwei Begriffen zusammengesetzt ist. Gebildet wird es aus dem schwedischen Verb "plocka" und "Jogging". "Plocka" steht für "pflücken", "sammeln", "plocka up" bedeutet "aufheben". Beim "Plogging" handelt es sich um eine Natursportart, bei der die Vermüllung der Landschaft bekämpft wird. Sportliche Aspekte, gemeinsame Aktivitäten und soziales Engagement für die direkte Umgebung werden miteinander kombiniert. Die Aktivität entstand 2016 als organisierter Sport in Schweden. Seither breitete sich der Trend über ganz Europa aus – vor allem über die Social-Media-Kanäle Facebook, YouTube und Instagram. (Erklärt von Veronika Beer, BR24-Nachrichten)

Müll sammeln im Englischen Garten

Bereits im Oktober gab es eine ähnliche Aktion des Abfallwirtschaftsbetriebs. Damals organisierte Kommunalreferentin Kristina Frank ein "Plogging" im Englischen Garten, um bürgerschaftliches Engagement wecken.

© BR

Wolfgang Kuchler mag keinen Müll auf der Straße - und er joggt gerne. Also hat er das eine mit dem anderen verbunden und sammelt beim Joggen Müll. Kuchler liegt damit sogar im Trend: "Plogging" nennt man das, was er da tut.