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Joachim Herrmann: Mehr Stellen für unterfränkische Polizei | BR24

© BR/Martin Reuter

Joachim Herrmann (l.) informiert mit Staatssekretär Gerhard Eck (m.) und Polizeipräsident Gerhard Kaller über die unterfränkische Polizei.

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    Joachim Herrmann: Mehr Stellen für unterfränkische Polizei

    Das Polizeipräsidium Unterfranken erhält mehr Personal. 64 neue Polizistinnen und Polizisten beginnen im Herbst ihren Dienst. Damit stockt das Innenministerium bei der unterfränkischen Polizei allerdings weniger auf als in anderen Regionen.

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    Die unterfränkische Polizei bekommt Zuwachs. 64 neue Polizistinnen und Polizisten treten zum 1. September ihren Dienst an. Das sind 18 mehr als in Ruhestand gehen. Diese Pläne zur personellen Aufstockung hat Bayerns Innenminister Joachim Herrmann in Würzburg vorgestellt. "Es wird in Unterfranken mehr Polizei denn je geben", sagte Herrmann.

    Unterfrankens Polizei wächst deutlich an

    Insgesamt soll das Polizeipräsidium Unterfranken auf 2.772 Stellen anwachsen. Das ist Teil des Stellenkonzepts "Bayerische Polizei 2025". Dieses beinhaltet, dass sich das Polizeipräsidium Unterfranken von 2010 bis 2025 um 339 Stellen vergrößert. Grundlage dafür ist eine Modellrechnung aus dem Innenministerium. In diese Berechnung seien Arbeitsbelastung, Bevölkerungszahl und Fläche der Einsatzgebiete eingeflossen; wobei sich die Arbeitsbelastung am stärksten auf die Bewertung auswirkt, so Herrmann. Dieser Faktor berücksichtigt zum Beispiel die Kriminalitätsstatistik oder das Aufkommen von Verkehrsunfallen.

    Polizei verzeichnet weniger Kriminalität als andere Regionen

    Auch weil sich das Kriminalitätsgeschehen in Unterfranken seit Jahren auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau befindet, wird das hiesige Polizeipräsidium allerdings in geringerem Umfang aufgestockt als andere Dienstgebiete. So ging die Zahl der registrierten Straftaten von 2010 bis 2019 um mehr als zwölf Prozent zurück, "so stark wie in keinem anderen Landespolizeipräsidium", wie Herrmann sagte. Im Jahr 2019 war der Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Unterfranken zudem eine der Regionen in Bayern, die die wenigsten Straftaten pro 100.000 Einwohner zu verzeichnen hatte. Von einem "historischen Tiefstand", sprach der unterfränkische Polizeipräsident Gerhard Kallert zuletzt.

    Polizeipräsident will keine "Neiddebatte" über Personal

    Mit dem Umfang der Aufstockung ist Kallert somit zufrieden. Auch wenn andere Regionen stärker profitiert hätten: eine "Neiddebatte" hält er für unangebracht. "Ich bin froh, dass wir einen niedrigen Kriminalitätsstand haben", sagt Kallert. Mehr Bedarf an Personal und Stellen, ginge häufig auch mit einer höheren Kriminalitätsrate einher. Die neuen Stellen seien nun dennoch notwendig: zum Beispiel um die Einsatzkräfte im Bereich der Cyber- oder Rauschgiftkriminalität zu verstärken.

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