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"jetzt red i" - Sorgen um das Klima - wer rettet unsere Zukunft? | BR24

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"jetzt red i" am 26.06.2019 aus Würzburg

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"jetzt red i" - Sorgen um das Klima - wer rettet unsere Zukunft?

Wie weiter in Sachen Klima? Diese Diskussion wird auf politischen Ebenen intensiv diskutiert - und parallel in der Gesellschaft, verbunden mit Sorgen und Bedenken. Bei "jetzt red i" stellten sich Monika Hohlmeier und Katharina Schulze den Fragen.

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In der BR-Bürgersendung „jetzt red i“ im unterfränkischen Würzburg haben sich die bayerische Grünen-Fraktionsvorsitzende Katharina Schulze und die CSU-Europaabgeordnete Monika Hohlmeier den Fragen der Bürger zum Klimaschutz gestellt.

Hohlmeier vertrat dabei die Auffassung, dass beim Klimaschutz in Deutschland und auch weltweit viel zu wenig auf neue Technologien gesetzt werde. "Wir brauchen mehr Geld in diesem Sektor in Wissenschaft und Forschung", forderte die CSU-Politikerin. Als Beispiele nannte sie die Entwicklung von synthetischen Kraftstoffen und die Umwandlung von CO2 in wiederverwertbare Rohstoffe.

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Monika Hohlmeier (CSU) über Forschung und Innovation

Grüne wollen Maßnahmen "bündeln"

Katharina Schulze betonte, es müsse an allen Stellschrauben gedreht werden: Erneuerbare Energien müssten möglichst dezentral erzeugt und gespeichert werden, es brauche mehr Flächen für Solaranlagen, mehr Windräder, auch Stromleitungen. Es müsse in die Schiene investiert werden, der Kohleausstieg müsse schneller kommen, die Landwirtschaft klimafreundlich werden.

"Um diesen Kraftakt zu schaffen, müssen wir viele Dinge parallel machen", so Schulze. Sie verteidigte die Pläne für eine CO2-Steuer, da damit klimafreundliches Verhalten belohnt werde. Hohlmeier äußerte sich dazu kritisch. Der Emissionszertifikatehandel sei hier das einzige System, das weltweit angewandt werden könnte. Und Klimaschutz müsse weltweit stattfinden.

Forderung nach mehr Ernsthaftigkeit in Sachen Klima

Die Hauptkritik von Seiten der Zuschauer war, dass die Politik die Klimabewegung nach wie vor nicht ernst genug nehme. Auch die Verschwendung von Steuergeldern wie zum Beispiel bei der gescheiterten Pkw-Maut kam zur Sprache. Zudem wurde mehrfach die Befürchtung geäußert, nur die "kleinen Leute" müssten die Klimawende am Ende bezahlen.

Unerwarteter Auftritt

Ganz unabhängig von der Debatte meldete sich während der Livesendung spontan ein Redner zu Wort, der offenbar psychisch angeschlagen war. Er wollte der CSU-Politikerin Monika Hohlmeier seine Probleme vortragen. Moderator Tilmann Schöberl gelang es schließlich, ihn zu beruhigen und einen geplanten Filmbeitrag zum Thema anzumoderieren. Während des Films hat der Mann die Arena verlassen und wurde ärztlich behandelt.

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"Wir müssen verschiedene Dinge parallel machen", sagt Grünen-Politikerin Katharina Schulze über Klimapolitik.