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"jetzt red i" LIVE: Droht Bayern eine Wirtschaftskrise? | BR24

LIVESTREAM beendet
Demonstration wegen des Stellenabbaus bei Continental
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"jetzt red i" LIVE: Droht Bayern eine Wirtschaftskrise?

Die Menschen in Roding traf es aus heiterem Himmel: Der Automobilzulieferer Continental will sein Werk bis 2024 dicht machen. Mehr als 500 Arbeiter, ganze Familien stehen vor einer ungewissen Zukunft. "jetzt red i" - jetzt live auf BR24.

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Früher galt die Region um Roding als Armenhaus Bayerns. Doch in den vergangenen Jahrzehnten kam der Aufschwung. Viele Firmen siedelten sich an, unter anderem der Weltkonzern Continental. Der stellt schon länger nicht nur Reifen her, weltweit ist er nach Bosch der zweitgrößte Zulieferbetrieb für die Autoindustrie.

Umstrukturierung wegen E-Mobilität ...

Bisher werden in Roding hydraulische Komponenten und Pumpen für Benzin- und Dieselmotoren hergestellt. Die Zukunft gehöre aber der Elektromobilität und deshalb müsse man umstrukturieren, heißt es von Conti. In einer Pressemitteilung vom 26. September 2019 liest sich das unter der Überschrift so: "Continental erhöht Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig und gestaltet offensiv die Zukunft der Mobilität."

... oder "unsozialer Kahlschlag?

Die IG Metall hält dagegen: Sie spricht von einem "unsozialen Kahlschlag, der seinesgleichen sucht" und fordert, man müsse die Mitarbeiter qualifizieren, statt sie vor die Tür zu setzen. Auch der Rodinger Bürgermeister Franz Reichold (CSU) ist enttäuscht. Vieles hätte die Gemeinde für den Weltkonzern möglich gemacht, bevor dieser dann 2008 das Werk eröffnete.

Autobranche vor unsicheren Zeiten

Doch Roding könnte nur die Spitze des Eisbergs sein. Schon seit Längerem gibt es beunruhigende Nachrichten: Firmen wie Schaeffler und Brose kündigen Arbeitsplatzabbau an, Mittelständler wie Brandl oder Hörmann schließen ganze Werke. Laut einer Studie des Ifo-Instituts könnten in den kommenden Jahren alleine in Bayern 137.000 Arbeitsplätze in der bayerischen Automobil- und Zulieferindustrie vom Strukturwandel betroffen sein.

Diskussion in Roding

Droht Bayern also eine Wirtschaftskrise? Was kann die Politik tun, um die Autoindustrie zu stützen? Haben Industrie und Politik den Wandel in der Autobranche verschlafen? Wie geht es weiter in Roding? Lässt sich eine Schließung des Conti-Werks doch noch abwenden? Darüber diskutieren bei "jetzt red i" Bürgerinnen und Bürger mit Thomas Kreuzer, CSU-Fraktionsvorsitzender im Bayerischen Landtag, Johann Horn, Bezirksleiter der IG Metall Bayern und dem Chamer Landrat Franz Löffler.

"jetzt red i" läuft jetzt im BR Fernsehen und bei BR24 im Web und auf Facebook. In der Sendung können sich Bürgerinnen und Bürger direkt mit den Gesprächspartnern austauschen. Bei BR24 gibt es Sendezeitverlängerung: Da geht es nach 21 Uhr noch 15 Minuten weiter.