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Alles zur Maskenpflicht

Coronavirus: Bayern verhängt landesweite Ausgangsbeschränkungen | BR24

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Ministerpräsident Markus Söder gab am Freitag im Rahmen einer Pressekonferenz deutlich verschärfte Maßnahmen zur Bekämpfung des Virus bekannt, unter anderem Ausgangsbeschränkungen.

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Coronavirus: Bayern verhängt landesweite Ausgangsbeschränkungen

Bayern verhängt als erstes Bundesland Ausgangsbeschränkungen, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Die Einschränkungen gelten ab heute Mitternacht für vorläufig zwei Wochen. So Ministerpräsident Markus Söder. Alle Infos im Ticker.

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13:03 Söder und Aiwanger warnen vor Ausverkauf der Wirtschaft

Ministerpräsident Söder forderte einen nationalen Kraftakt zur Rettung der Wirtschaft. Man müsse vermeiden, dass Deutschland und Bayern ein Übernahmekandidat werde. Auf nationaler Ebene müsse deshalb dringend gehandelt werden. Auch Aiwanger warnte mit Blick auf die Großindustrie davor, "dass wir nach der Krise feststellen, dass uns viele nicht mehr gehört."

12:54 Uhr Herrmann kündig verstärkte Polizeipräsenz an

Innenminister Herrmann sagte, Bayern verstärke Polizeistreifen und Bereitschaftspolizei. Betriebe, die geschlossen sein sollen, würden kontrolliert.

12:52 Uhr Aiwanger appelliert an Moral und Vernunft

Bayerns Wirtschaftsminister Aiwanger rief die Unternehmer auf, nur bei Bedürftigkeit Sofortgeld anzufordern. Er Appellierte auch an die Verbraucher: "Gehen Sie mit Vernunft zum Einkaufen. Keine Hamsterkäufe, aber auch nicht wegen einem Glas Gurken." Bayern habe ein eigenes Produktionsprogramm für Atemschutzmasken aufgelegt. Unter anderem habe dafür ein Autozulieferer die Produktion umgestellt.

12:39 Uhr Was ist erlaubt, was untersagt?

Die Gastronomie bleibt geschlossen ab morgen - Take-Away, Drive-In und Lieferungen sind weiter erlaubt

Auch die Lebensmittelversorgung bleibt erhalten und Banken bleiben auf.

Aber: Kein Besuchsrecht für Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen, Altenheime. Ausnahmen: Im Sterbefall dürfen Angehörige besucht werden. Im Krankenhaus: Die eigenen Kinder dürfen besucht werden, Väter dürfen zur Geburt ins Krankenhaus kommen.

"Frische Luft tut gut", so Söder - Sport oder Spazierengehen im Freien sind möglich, aber nur allein, mit der Familie oder Haustieren. Gruppenbildungen und Menschenansammlungen sind verboten. Eltern, die getrennt von ihren Kindern leben, dürfen diese besuchen. Jeder soll und kann auch zu Arbeit geben. Jeder kann zum Arzt gehen.

Friseure, Baumärkte, und Gartenmärkte bleiben ebenfalls geschlossen.

12:36 Uhr "Wir sperren Bayern nicht ein, aber wir fahren das öffentliche Leben fast vollständig herunter"

Gehen sie nur in Ausnahmefällen raus, machen sie keine Parties, sagt Bayerns Ministerpräsident. Man passe das Konzept eins zu eins an Österreich an.

Bayern sei eine Grenzregion und steht besonderen Herausforderungen gegenüber. Er, Söder, habe gestern ein langes Gespräch mit Bundeskanzlerin Merkel gehabt.

12:32 Uhr "Ernst der Lage wird noch von zu wenigen verstanden"

Es gebe nach wie vor Coronaparties, Jugendliche machten sich sogar einen Spaß daraus, Ältere anzuhusten. "Wir können das nicht länger akzeptieren"

12:30 Uhr Infektionen mit dem Coronavirus steigen in Bayern weiter stark an

Leider - so fängt Söder an - müssen wir heute schon wieder an Sie wenden. Alle hätten viel getan - leider sei noch mehr nötig, weil die Infektionen weiter ansteigen - zuletzt um 35 Prozent in Bayern. Söder warnt: Wenn es so weiter geht, sehen wir ähnliche Kurven wie in Italien oder Frankreich.

12:28 Uhr Die Pressekonferenz in der Staatskanzlei beginnt

09.40 Uhr: Pressekonferenz in der Staatskanzlei angekündigt

Nach Informationen aus Regierungskreisen gab es bis in die Nacht intensive Gespräche zwischen Kabinett, Krisenstab und Kommunalpolitikern. An der Pressekonferenz in der Staatskanzlei werden neben Ministerpräsident Söder auch sein Stellvertreter Aiwanger, Innenminister Herrmann und Gesundheitsministerin Huml teilnehmen.

Bereits gestern hatte Söder bei seiner Regierungserklärung mit weiteren Maßnahmen gedroht, sollte dies notwendig sein und dabei auch eine landesweite Ausgangsbeschränkung ins Spiel gebracht.