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Grenzwert überschritten: Jetzt 13 Corona-Hotspots in Bayern | BR24

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Symbolbild Corona-Test

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    Grenzwert überschritten: Jetzt 13 Corona-Hotspots in Bayern

    Die Corona-Lage in Bayern verschärft sich weiter: Inzwischen liegen 13 Kommunen über dem Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Zuletzt hat unter anderem der Landkreis Ebersberg die Schwelle überschritten.

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    Die Zahl der Corona-Hotspots ist in Bayern auf 13 gestiegen. Inzwischen liegt auch der Landkreis Ebersberg über dem Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) gibt den Inzidenzwert mit 52,21 an (Stand: 14.10, 8.00 Uhr).

    Am Dienstagabend hatte auch Augsburg bekanntgegeben, dass die Stadt die 50er-Schwelle überschreitet. Laut LGL liegt der Wert hier bei 55,97. Die weiteren Corona-Hotspots sind München (Sieben-Tage-Inzidenz von 52,15), Memmingen (58,96), Rosenheim (67,66), die Landkreise Fürstenfeldbruck (62,01), Berchtesgadener Land (76,47), Rottal-Inn (57,61), Regen (83,97) sowie Stadt und Landkreis Schweinfurt (63,64 und 55,54).

    Auch Mühldorf und Neuburg-Schrobenhausen über Grenzwert

    Nach einem Ausbruch auf einem Putenschlachthof in Ampfing hat auch der Landkreis Mühldorf den Inzidenzwert von 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner binnen einer Woche überschritten. Das teilte der Landkreis mit. Nach eigenen Angaben liegt außerdem auch der Landkreis Neuburg-Schrobenhausen (52,28) nun über dem Grenzwert.

    Über dem Warnwert von 35 liegen laut dem Landesamt für Gesundheit aktuell die Städte Nürnberg, Regensburg, Weiden und Ingolstadt sowie die Landkreise München, Rosenheim, Cham, Tirschenreuth, Unterallgäu und Neu-Ulm.

    Corona-Regeln vielerorts verschärft

    Die Corona-Hotspots in Bayern, die den Grenzwert von 50 überschritten haben, haben teilweise strenge Regeln erlassen. Augsburg und München ordneten zum Beispiel eine Maskenpflicht im Freien in bestimmten Bereichen der Innenstadt an. In Memmingen wird dazu "dringend geraten".

    Außerdem dürfen sich in den meisten betroffenen Hotspots nur noch maximal fünf Personen privat treffen. Die Teilnehmerzahl für Veranstaltungen wird vielerorts innen auf 25, außen auf 50 beschränkt. Auch ein Alkohol-Ausschankverbot zur späteren Stunde gehört mancherorts zum Maßnahmenkatalog.

    Für Schüler an weiterführenden Schulen gilt ab der fünften Jahrgangsstufe eine Maskenpflicht. Im Landkreis Regen und im Landkreis Berchtesgadener Land müssen die Schulklassen wieder geteilt werden, wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann. Die Schüler müssen dann teilweise zu Hause bleiben und von dort via Internet am Unterricht teilnehmen.

    Bayern meldet 588 neue Fälle in Bayern

    Das LGL meldete 588 neue bestätigte Corona-Fälle in Bayern in den vergangenen 24 Stunden. Damit haben sich inzwischen insgesamt 74.624 Menschen im Freistaat mit dem Virus infiziert. Die Zahl der Todesfälle hat sich um fünf auf 2.692 erhöht.

    Laut Robert Koch-Institut wurden deutschlandweit erstmals seit April mehr als 5.000 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Insgesamt belief sich die Zahl laut RKI auf 5.132. Das waren mehr als 1.000 Fälle mehr als noch am Vortag.

    Er gehe davon aus, dass man in Deutschland das exponentielle Wachstum noch unterdrücken könne, sagte RKI-Präsident Lothar Wieler in Berlin. "Aber dafür müssen wir uns auch anstrengen." Er halte die derzeitige Situation nicht für gefährlicher als die im Frühjahr.

    💡 Was bedeutet die "Sieben-Tage-Inzidenz"?

    Die Sieben-Tage-Inzidenz zeigt an, wie viele Menschen in einer Stadt oder einem Landkreis in einem Zeitraum von sieben Tagen positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Um den Wert vergleichbar zu machen, wird er pro 100.000 Einwohner angegeben. Berechnet wird er ganz einfach: Man addiert die täglich gemeldeten Neuinfektionen der vorangegangenen sieben Tage, teilt die Summe durch die Einwohnerzahl von Stadt oder Landkreis und multipliziert dies mit 100.000. Im Mai haben Bund und Länder die Sieben-Tage-Inzidenz als Richtwert für lokale Corona-Maßnahmen festgelegt.In Bayern gibt es einen Frühwarnwert: Ab 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in sieben Tagen sollten Städte und Gemeinden Maßnahmen zur Eindämmung überprüfen. Ab dem bundesweiten Grenzwert von 50 Neuinfektionen sollten Lockerungen zurückgenommen werden. (BR24)

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