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Je heißer die Luft, desto höher die UV-Strahlung | BR24

© BR/Anne Kleinknecht

Woher kommt die hohe UV-Strahlung?

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Je heißer die Luft, desto höher die UV-Strahlung

Kein Wolke am Himmel, die Sonne brennt und die Hitze ist groß, vor allem im Süden Deutschlands. Dadurch haben wir es derzeit mit extrem hohen UV-Werten zu tun. In den Bergen ist die Strahlung noch höher.

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Derzeit ist in vielen Gegenden Deutschlands und besonders hier im Süden kein Wölkchen am Himmel. Das finden zwar viele schön, andererseits haben wir es gerade mit extrem hohen UV-Werten zu tun, meldet der Deutsche Wetterdienst. Noch höher ist die UV-Strahlung in den Bergen.

UV-Strahlung besonders hoch

Für die extrem hohe UV-Strahlung gibt es mehrere Gründe. Erstens ist natürlich vor allem in den Sommermonaten, wenn die Sonne hochsteht, mit besonders hoher UV-Strahlung zu rechnen. In Süddeutschland ist der UV-Index auch noch etwas höher als im Norden der Republik.

Ozonschicht besonders dünn

Zweitens spielt auch die Dichte der Ozonschicht eine wichtige Rolle. Diese Schicht hält in der Regel einen Großteil der UV-Strahlen ab. Derzeit ist die Ozonschicht über Deutschland allerdings fünf Prozent dünner als normalerweise.

Sehr heiße Sahara-Luft und kaum Wolken

Der Grund dafür ist, dass im Moment subtropische und noch relativ trockene Luftmassen aus dem Süden Spaniens (andalusische Heißluft), teils auch aus Nordmarokko zu uns gelangen. Zusammen mit einem umfangreichen Hochdruckgebiet (Hoch YVONNE), dass sich vom zentralen Alpenraum bis nach Skandinavien erstreckt, haben wir derzeit wenige Wolken am bayerischen Himmel, die die UV-Strahlung filtern können. Kurz gesagt, Hochdruckeinfluss und trockene, sehr heiße Luftmassen sind aktuell dafür verantwortlich, das kaum Wolken den bayerischen Himmel trüben.

UV-Strahlung in den Bergen noch höher

Wer sich vor der Hitze in die Berge flüchtet, ist dort nicht vor der UV-Strahlung geschützt. Im Gegenteil: Die UV-Strahlung nimmt mit der Höhe zu. Wer auf 1.500 Metern Höhe unterwegs ist, bekommt zehn Prozent mehr UV-Strahlung ab als im bayerischen Flachland.

Richtig schützen

Um sich vor einem Sonnenbrand und langfristigen Hautschäden zu schützen rät die Weltgesundheitsorganisation WHO:

  • Zwischen 11 und 15 Uhr sollte man den Aufenthalt im Freien vermeiden.
  • Wer raus muss, sollte sich im Schatten aufhalten.
  • Auch im Schatten sollte man ein sonnendichtes Hemd oder T-Shirt, lange Hosen, Sonnencreme, Sonnenbrille und einen breitkrempigen Hut tragen.