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Biber getötet: Jäger muss 1.500 Euro Strafe zahlen | BR24

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Ein Jäger hat in Oberbayern einen streng geschützten Biber mit einer Schlagfalle getötet. Das Amtsgericht Rosenheim hat den Mann zu einer Strafe von 1.500 Euro verurteilt.

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Biber getötet: Jäger muss 1.500 Euro Strafe zahlen

Ein Jäger hat in Oberbayern einen streng geschützten Biber mit einer Schlagfalle getötet. Das Amtsgericht Rosenheim hat den Mann zu einer Strafe von 1.500 Euro verurteilt.

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Die Summe der Indizien spricht laut Rosenheimer Amtsrichter dafür, dass der Jäger das Tier vorsätzlich getötet hat. Weil der Mann eine illegale Schlagfalle aufgestellt hatte und der Biber darin verendet war, hat er gegen das Bundesnaturschutzgesetz verstoßen.

Richter: Freiheitsstrafe unverhältnismäßig

Theoretisch hätte der Amtsrichter eine Freiheitsstrafe von bis zu vier Jahren verhängen können, was angesichts eines einzigen toten Tieres jedoch unverhältnismäßig wäre. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Der Vorfall ereignete sich im Frühjahr 2018 in einem Bachlauf am Happinger See im Süden von Rosenheim. Ob der Mann seine Waffen und seinen Jagdschein behalten darf, war nicht Gegenstand der Verhandlung.

Der Biber ein Schädling oder Helfer?

Immer wieder gibt es kontroverse Diskussionen über den Umgang mit Bibern. Seit rund 50 Jahren stehen die Tiere unter strengem Schutz. Biber nagen Bäume an und stauen Holz auf. So schaffen die Tiere neuen Lebensraum für Pflanzen- und Tierarten. Aber Biber und ihre Eigenarten haben auch Gegner: Sie nagen Baumbestände an, setzen Nutzflächen unter Wasser und untergraben Felder.