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Ist "Preiß" ein Schimpfwort? Autofahrer zeigt Lkw-Fahrer an | BR24

© pa/imageBROKER Corinna Kley

Mädchen hält sich den Mund zu (Symbolbild)

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    Ist "Preiß" ein Schimpfwort? Autofahrer zeigt Lkw-Fahrer an

    Ein Autofahrer hat Anzeige gegen einen Lkw-Fahrer erstattet, weil der ihn als "Preiß" bezeichnet haben soll. Er fühlte sich beleidigt, weil er zwar ein nicht-bayerisches Kennzeichen hatte, er selbst aber ein Niederbayer ist.

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    Ist "Preiß" ein Schimpfwort? Gehört es zum Dialekt? Ein Niederbayer hat sich jedenfalls angegriffen gefühlt, als ihn ein Lkw-Fahrer als "Preißn" bezeichnet hatte und hat ihn angezeigt.

    Anzeige wegen Beleidigung

    Der niederbayerische Autofahrer hat Anzeige wegen Beleidigung erstattet. Ihm zufolge hatte der Lkw-Fahrer zuvor auf einer Bundesstraße bei Pocking (Lkr. Passau) bereits die Vorfahrt missachtet, wie es im Polizeibericht heißt. Kurz darauf soll der Fahrer des Muldenkippers angehalten, gegen die Fahrertüre des Autos geschlagen und den Mann am Steuer beleidigt haben. Unter anderem sei dann das Wort "Preiß" gefallen.

    Kennzeichen war nicht bayerisch

    "Das hat dem Autofahrer wohl nicht gepasst", sagte ein Polizeisprecher. Denn: Er habe zwar ein nicht-bayerisches Kennzeichen, stamme aber aus Niederbayern, gab der Autofahrer bei der Polizei an.

    Polizei und Niederbayerisch

    Vor wenigen Monaten machte der Dialekt beim Polizeipräsidium Niederbayern Schlagzeilen. Die Polizei beschrieb in einer Pressemitteilung einen Täter: "Der Mann sprach hochdeutschen Dialekt". Das sorgte bei einigen Usern für Spott: "A Saupreiß war´s", oder "Niederbayern: Erste Fremdsprache Deutsch".

    Der Fall klärte sich relativ schnell: Ein Polizeisprecher sagte, das wäre ein Übermittlungsschreibfehler gewesen. In der ursprünglichen Pressemitteilung hieß es korrekt: Der Mann sprach Hochdeutsch. Die Kollegin hätte unabsichtlich das Wort Dialekt hinzugefügt: "Sie weiß, dass das nicht so gehört. Sie ist jetzt davon überzeugt, dass das ein Tippfehler war." Dennoch: Im Präsidium wird Niederbairisch gesprochen, wie der Sprecher noch mitteilte. Nur die Pressemitteilung gibt es auf Hochdeutsch.