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Das Expertenteam der künftigen Islamberatungsstelle: (v.l.) Andreas Prell, Ayşe Coşkun-Şahin und Stefan Zinsmeister von der Eugen-Biser-Stiftung.
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Autoren

Alkyone Karamanolis
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Das Expertenteam der künftigen Islamberatungsstelle: (v.l.) Andreas Prell, Ayşe Coşkun-Şahin und Stefan Zinsmeister von der Eugen-Biser-Stiftung.

Die Eugen-Biser-Stiftung richtet zum neuen Jahr eine kommunale "Islamberatung in Bayern" ein. Dazu stellt die Robert-Bosch-Stiftung für drei Jahre eine Viertelmillion Euro zur Verfügung.

Zusammenarbeit vor Ort stärken

Ziel der kostenlosen, vertraulichen und weltanschaulich neutralen "Islamberatung in Bayern" ist, die Zusammenarbeit von muslimischen Akteuren - Familien, Vereinen, Verbänden - und Kommunen zu stärken, Verunsicherungen abzubauen und das Miteinander zu normalisieren.

Dem Projekt liegt eine Bedarfsanalyse zugrunde, deren Ergebnisse heute in München vorgestellt wurden. Demnach fehlen in Bayerns Kommunen "authentische Personen", die in Konflikten, etwa um Moscheebauprojekte, vermitteln können. Außerdem wüssten Mitarbeiter der Gemeinden oft zu wenig über die muslimische Community und die Ausprägung des Islam in ihrem Ort. Kommunalverwaltungen wie Muslime erlebten sich gegenseitig als wenig transparent, so das Analyseergebnis. Vor allem im ländlichen Raum sei muslimisches Engagement kaum sichtbar.

Umfrage in allen bayerischen Regierungsbezirken

Für die Studie waren im Frühjahr Mitarbeiter von Kommunen in allen sieben bayerischen Regierungsbezirken befragt worden. Auch mit Vertretern von Wohlfahrtsverbänden und muslimischen Organisationen fanden Interviews statt. Schätzungsweise knapp 600.000 der 13 Millionen Einwohner Bayerns sind Muslime.

Hilfe für alle, die an Integrationsprozessen beteiligt sind

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) begrüßte das Projekt als "wichtige fachliche Hilfestellung" für alle, die an Integrationsprozessen beteiligt seien. Er erhoffe sich daraus auch "Anregungen aus dem Alltag" für das staatliche Handeln.

Vorbild ist eine ähnliche Beratungsstelle in Baden-Württemberg. In über 130 Fällen hat das dortige Team bereits vermitteln können - mit sichtbaren Folgen für das Zusammenleben, berichtet Volker Nüske von der Robert-Bosch-Stiftung. In Bayern ist unter anderen das "Zentrum für Islam und Recht in Europa" der Universität Erlangen-Nürnberg (EZIRE) beteiligt. Dieses hatte im Frühsommer bei der Vorstellung einer eigenen Untersuchung zum "Islam in Bayern" eine zentrale Informations- und Beratungsstelle gefordert.

Muslimische Frauen beim Gebet in einer Moschee

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