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Irischer Präsident auf Blitzbesuch in Würzburg | BR24

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Staatspräsident Michael D. Higgins trägt sich ins Goldene Buch der Stadt Würzburg ein.

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Irischer Präsident auf Blitzbesuch in Würzburg

Der irische Staatspräsident Michael D. Higgins hat mit einem Besuch in Würzburg seinen Staatsbesuch in Deutschland beendet. Er trug sich ins Goldene Buch der Stadt ein, besuchte den Kiliansdom und eine Sonderausstellung in der Uni-Bibliothek.

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Drei Tage verbrachte der irische Staatspräsident Michael D. Higgins in Deutschland. Nach einem Empfang durch Bundespräsident Walter Steinmeier, Gesprächen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und einem Besuchstag in Leipzig kam er zum Abschluss seines Staatsbesuchs nach Würzburg. Hier verfolgte er vor allem die Spuren der Frankenapostel.

Eintrag ins Goldene Buch der Stadt Würzburg

Zunächst wandelte Higgins über die Alte Mainbrücke, begleitet von Oberbürgermeister Christian Schuchardt (CDU) und der bayerischen Staatssekretätin für Unterricht und Kultus, Anna Stolz (Freie Wähler). Auf der Brücke, dem Wahrzeichen der Stadt, sind die irischen Missionare Kilian, Kolonat und Totnan als drei von zwölf Brückenheiligen viereinhalb Meter hoch in Sandstein verewigt.

Nach einem Mittagessen trug sich der irische Präsident schließlich ins Goldene Buch der Stadt Würzburg ein. Dann ließ sich Higgins von Bischof Franz Jung und mehreren Würzburger Domkapitularen den Kiliansdom und das Neumünster zeigen. In den beiden Kirchen werden die sterblichen Überreste der Frankenapostel Kilian, Kolonat und Totnan aufbewahrt, die vor mehr als 1.300 Jahren als Wandermissionare aus Irland kamen.

Schrein mit den Frankenaposteln besucht

Eigens für den Präsidenten sei schon vor der Kiliani-Wallfahrtswoche, die erst am Sonntag beginnt, am Altar im Dom der Schrein mit den Häuptern der drei Märtyrer herausgeholt worden, so die Diözese Würzburg. Nach einem gemeinsamen Vaterunser mit Bischof Jung besuchte die Delegation in der Kilianskrypta im benachbarten Neumünster den Schrein mit den Gebeinen der irischen Märtyrer.

Kiliansevangeliar in Augenschein genommen

Danach zog es die Besucher zur Universitätsbibliothek, um die Ausstellung "Elfenbein und Ewigkeit" zu besichtigen. In der Schau werden 70 Spitzenstücke aus dem sonst verschlossenen Handschriftenbestand der Bibliothek gezeigt - unter anderem wichtige Zeugnisse der irischen Kloster- und Buchkultur, etwa eine Abschrift der Paulus-Briefe in altirischer Sprache. Prunkstück der Ausstellung ist das sogenannte Kiliansevangeliar, das dem irischen Missionar und "Frankenapostel" Sankt Kilian zugeschrieben wird. Wegen des Staatsbesuchs war die Ausstellung einen Tag für die Öffentlichkeit geschlossen. Sie endet am 7. Juli.

Zum Abschluss war ein Treffen mit Vertretern der Deutsch-Irischen Gesellschaft Würzburg angesetzt.

© Markus Hauck (POW)

Der Irische Präsident Michael D. Higgins (Mitte) und seine Frau im Würzburger Dom