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Inzidenzwert: In welchen Landkreisen Schulen und Kitas auf haben | BR24

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Bildrechte: dpa-Bildfunk/Holger John

Bayerns Lehrer und Schulleiter sind vermutlich momentan im Stress: Sie müssen ab Montag eine Schnelltest-Infrastruktur schaffen - denn nur mit negativem Test dürfen Schüler zum Präsenzunterricht kommen.

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Inzidenzwert: In welchen Landkreisen Schulen und Kitas auf haben

Am Freitag war Stichtag für die Schul- und Kita-Regeln für die jetzige Woche. Wo in Bayern bleiben die Schulen geschlossen, weil die Inzidenz von 100 überschritten ist? Wo haben Kinder Wechselunterricht, wenn sie negativ getestet sind?

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Von
  • BR24 Redaktion

Auch wenn die Corona-Zahlen noch immer verzerrt sind wegen verzögerter Meldungen ans Robert Koch-Institut (RKI) oder weniger Tests während des Osterwochenendes, so gelten die Sieben-Tage-Inzidenzwerte des Freitages doch für die Regelungen an Schulen und Kitas für die gesamte kommende Woche.

Distanz- oder Wechselunterricht, Regelbetrieb oder Notbetreuung? Welche Corona-Maßnahmen an Schulen und Kitas im Freistaat gelten, regelt die 12. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung nach einem Stufenplan.

Sieben-Tage-Inzidenz am Freitag: 24 Kommunen lagen in Bayern unter 100

Die strengsten Regelungen gelten ab einer Sieben-Tage-Inzidenz über 100. Das betraf am Freitag 71 Landkreise und kreisfreie Städte in Bayern. 24 Kommunen lagen unter der 100er-Grenze.

Im schwäbischen Landkreis Oberalläu gab es Verwirrung um die Inzidenz. Wegen eines Übermittlungsfehlers ans RKI ist der Wert mit exakt 100 ausgewiesen. Tatsächlich hatte der Kreis aber eine Sieben-Tage-Inzidenz von 160. Somit greift hier die strikte Regelung für Schulen und Kitas.

Das Landratsamt im oberbayerischen Landkreis Weilheim-Schongau hat mittlerweile seine amtliche Bekanntmachung berichtigt. Es gelten die Regelungen für die Inzidenz über 100.

Grafik: Wer lag am Stichtag unter 100?

Was genau gilt für die Schulen?

Liegt die Sieben-Tage-Inzidenz in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt unter 50, gibt es für alle Grundschüler Präsenzunterricht und für ältere Schüler Wechselunterricht. Bei einer Inzidenz zwischen 50 und 100 sind alle Schüler im Wechselunterricht.

In Regionen, in denen die Inzidenz über 100 liegt, lernen die Schüler hingegen zu Hause im Distanzunterricht - mit Ausnahme der Abschlussklassen sowie der Jahrgangsstufe 4 an Grundschulen und 11 an Gymnasien und Fachoberschulen.

Kitas in Landkreisen über 100 in Notbetreuung

An den Kitas wird ebenfalls in Stufen verfahren: In Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer Sieben-Tage-Inzidenz unter 50 dürfen Kinderbetreuungseinrichtungen in den normalen Regelbetrieb wechseln. Zwischen 50 und 100 bleibt es beim eingeschränkten Regelbetrieb, also in festen Gruppen. Und in Regionen über dem 100er-Wert muss auf Notbetreuung umgestellt werden.

Generelle Corona-Testpflicht an Bayerns Schulen

Neu ist ab heute Montag eine Testpflicht für Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Schulpersonal. Alle müssen sich mindestens zweimal wöchentlich testen lassen. Nur wer ein negatives Testergebnis vorweisen kann, darf in die Schule oder in die Notbetreuung.

Laut Kultusministerium müssen die Selbsttests in der Schule unter Aufsicht gemacht werden. Alternativ kann auch ein aktueller, negativer Covid-19-Test vorgezeigt werden (PCR- oder POC-Antigenschnelltest). Dieser darf aber nicht älter als 48 Stunden sein. Solche Tests können etwa in den lokalen Testzentren, bei Ärzten oder Apotheken durchgeführt werden. Ein zu Hause gemachter Selbsttest reicht nicht aus.

Grafik: Die aktuelle Inzidenz in Ihrer Stadt oder Ihrem Landkreis

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