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Der Landkreis Dingolfing-Landau weist seit mehreren Tagen einen hohen Inzidenzwert über 200 auf. Auf BR-Anfrage hat das Landratsamt nun mitgeteilt, was die Gründe für den Anstieg der Inzidenzzahl sind.

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Inzidenz 340 in Dingolfing-Landau: Das sind die Gründe

Der Landkreis Dingolfing-Landau weist seit mehreren Tagen einen hohen Inzidenzwert über 200 auf. Auf BR-Anfrage hat das Landratsamt nun mitgeteilt, was die Gründe für den Anstieg der Inzidenzzahl sind.

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Von
  • Anne-Lena Schug
  • Zara Kroiß

Am Mittwoch, 14. April, lag die 7-Tage-Inzidenz bei 340. Damit hat der Landkreis Dingolfing-Landau nach dem Landkreis Hof den höchsten Inzidenzwert in ganz Bayern.

Infektionen vor allem im Privaten

Laut Landratsamt würden sich die Bürgerinnen und Bürger vor allem im privaten Rahmen infizieren. Die Infektionen würden sich in der Breite der Bevölkerung streuen und ließen sich nicht auf einen einzelnen Herd begrenzen. Betroffen seien viele große Familien und Familienverbünde. Von dort streuen sich die Fälle über die Kinder in die Kitas oder Schulen oder in den Arbeitsplatz der berufstätigen Eltern, so das Landratsamt auf BR-Anfrage. Auch in Industriebetrieben im Landkreis hätte es immer wieder vereinzelte Fälle gegeben. Infektionstreiber seien sie allerdings nicht. So sei dem Landratsamt zum Beispiel kein größeres Ausbruchsgeschehen bei BMW bekannt.

Keine Infektionsherde in Firmen

Ein BMW-Sprecher teilte auf BR-Anfrage mit, dass die Infektionsschutz- und Hygienemaßnahmen am Standort greifen würden. So bestehe auf dem gesamten Werksgelände eine strenge Maskentragepflicht. Die Belegschaft werde dazu aufgefordert, sich an die gängigen Abstands- und Hygieneregeln inklusive regelmäßigem Lüften zu halten. Es seien mehr als 1,5 Millionen Euro für Plexiglasvorrichtungen investiert, Arbeitsplätze umgestaltet, FFP2-Masken bereitgestellt und eine digitale Sitzplatzerfassung in den Werksbussen eingeführt worden.

Infektionsketten konnten schnell durchbrochen werden

Laut dem BMW-Sprecher seien Schichtzeiten angepasst und die Belegschaft dazu aufgefordert worden, auf mobiles Arbeiten und digitale Meetings zurückzugreifen, wo immer dies möglich ist. Infektionsketten hätten stets schnell unterbrochen werden können. Aus den sogenannten Kategorie 1-Kontakten seien nur in wenigen Ausnahmefällen weitere Infektionen erwachsen, so der Sprecher der BMW-Werke Dingolfing und Landshut.

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