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Internet-Ticketbörse droht Ordnungsgeld in sechsstelliger Höhe | BR24

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Die Verbraucherzentrale Bayern hat die Ticketbörse Viagogo verklagt. Die Vorwürfe: Intransparenz und nutzlose Garantien. Sollten der Unterlassungsklage stattgegeben werden, könnte dem Unternehmen ein Ordnungsgeld drohen.

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Internet-Ticketbörse droht Ordnungsgeld in sechsstelliger Höhe

Die Verbraucherzentrale Bayern hat die Ticketbörse Viagogo verklagt. Die Vorwürfe: Intransparenz und nutzlose Garantien. Sollten der Unterlassungsklage stattgegeben werden, könnte dem Unternehmen ein Ordnungsgeld drohen.

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Anfang Juni will das Landgericht München I bekannt geben, ob es der Unterlassungsklage der Verbraucherzentrale Bayern gegen die Internet-Ticketbörse Viagogo stattgeben wird. Die Vorsitzende Richterin ließ jedoch bereits erkennen, dass sie viele der Vorwürfe für nachvollziehbar hält.

Eintrittskarten gekauft, Zutritt ins Stadion verwehrt

Konkret berichtete die Verbraucherzentrale von zwei Fußballfans, die über die Ticketbörse Eintrittskarten für ein Spiel des TSV 1860 München erworben hatten, damit aber nicht ins Stadion gelassen wurden. Auch die Preise seien immer wieder überhöht, nicht nachvollziehbar oder die Eintrittskarten stimmten nicht mit den ursprünglichen Angaben überein, führt die Verbraucherzentrale Bayern an.

Deshalb ist es nach Meinung von Tatjana Halm, Referatsleiterin Markt und Recht bei der Verbraucherzentrale Bayern, auch notwendig, dass ein Käufer auf der Internetseite des Unternehmens, das seinen Sitz in Genf hat, entsprechend aufgeklärt wird:

"Wir fordern, dass transparenter dargestellt wird, dass es sich um eine Börse handelt, so dass der Verbraucher im Buchungsprozess nachvollziehen kann, was passiert, wie er zu den Tickets kommt und wie die Preise zustande kommen." Tatjana Halm, Verbraucherzentrale Bayern

Dazu müsste zum Beispiel auch klar sein, wer der Verkäufer der Tickets überhaupt ist. Der Anwalt von Viagogo argumentierte dagegen, dass die Verkäufer von Karten gesetzlich sogar anonym bleiben müssten.

Ordnungsgeld von bis zu 250.000 Euro möglich

Sollte die Verbraucherzentrale Recht bekommen, wird dem Unternehmen möglicherweise ein Ordnungsgeld von bis zu 250.000 Euro angedroht, falls es die irreführende Werbung auf seiner Internetseite nicht entfernt.

Bei Viagogo handelt es sich um eine Plattform, über die Tickets von Anbietern gekauft oder eigene Karten zum Kauf angeboten werden können. Künstler wie Rammstein oder Ed Sheeran haben der Ticketbörse den Verkauf von Karten zu überteuerten Preisen per einstweiliger Verfügung untersagt. Trotzdem wurden weiter Karten über Viagogo angeboten.

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Die Verbraucherzentrale Bayern hat die Ticketbörse Viagogo verklagt. Die Vorwürfe: Intransparenz und nutzlose Garantien. Sollten der Unterlassungsklage stattgegeben werden, könnte dem Unternehmen ein Ordnungsgeld drohen.