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Internet statt Hörsaal: Studieren in Zeiten der Corona-Pandemie | BR24

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Dieser Tage bleiben die meisten Hörsäle an Frankens Hochschulen und Universitäten leer. Viele Vorlesungen finden nur noch online statt. Gerade für die neuen Erstsemester gestaltet sich der Semesterbeginn komplizierter als sonst.

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Internet statt Hörsaal: Studieren in Zeiten der Corona-Pandemie

Der Studenten-Alltag hat sich durch die Corona-Pandemie stark verändert. Die Universitäten bauen auf Online-Lehrveranstaltungen. Hörsäle und Seminarräume bleiben auch in Bamberg weitgehend leer.

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Jarl Möhring aus Berlin studiert in Bamberg Psychologie und startet jetzt in den Masterstudiengang. "Es gibt dieses Jahr viele Probleme und Beschränkungen. Das wird ja immer mehr jetzt. Alles findet zuhause statt", sagt er.

Unterschiedliche Online-Angebote für Studierende

Die Dozenten bauen ihr Online-Angebot aus, um ihre Studierenden zu unterrichten. Manche Vorlesung wird abgefilmt und als Aufzeichnung jederzeit abrufbar ins Netz gestellt. Andere Dozenten streamen ihre Lehrveranstaltungen live. So haben die Studierenden auch die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Für Lehramts-Studentin Lisa-Marie Lutz aus dem nordhessischen Frankenberg (Eder) bleiben trotz des umfangreichen Online-Angebots der Uni viel Fragen offen: "Da ich viele Praktika in der Schule habe, wird es natürlich schwer, die Regelstudienzeit einzuhalten, wenn Schulen geschlossen sind. Jetzt finden die Praktika angeblich wieder statt, aber man muss mal abwarten, wie es jetzt weitergeht."

Kaum "Studentenleben" – neue Freiheiten

Auch das Studentenleben wird wohl in absehbarer Zeit nicht wieder aufblühen. Ausgelassene Partys mit hunderten Studentinnen und Studenten sind in Pandemie-Zeiten undenkbar. Psychologie-Studentin Insa Prünte aus Soest kann der Situation trotzdem auch Positives abgewinnen – zum Beispiel die Freiheit, dass sie unabhängig vom Ort studieren könne. "Ich bin zum Beispiel mal einen Monat lang zu meiner Schwester gefahren", sagt sie.

Vizepräsident der Uni Bamberg: Diskussionskultur leidet

Die Studierenden sehen aber auch Nachteile durch die fehlenden Präsenzveranstaltungen, sagt Lisa Koßmann aus Bremen: "Studieren bedeutet ja auch Diskussionskultur und sich miteinander austauschen. Das geht in virtuellen Rahmen nicht so gut wie im persönlichen."

Diese Einschätzung teilt auch der Vizepräsident der Bamberger Uni, Stefan Hörmann. Nach aktuellem Stand sollen an der Hochschule ein Drittel der Veranstaltungen auch mit einer Präsenzmöglichkeit abgehalten werden. "Präsenz heißt aber, dass es immer auch ein Online-Begleitangebot gibt, oder dass die Veranstaltung von vornherein als Kombination aus Präsenz- und Online-Elementen angeboten wird." Natürlich würden die Hygienerichtlinien dabei streng befolgt, so Hörmann. Wie lange Präsenzveranstaltungen an den Universitäten noch angeboten werden können, ist angesichts steigender Infektionszahlen allerdings fraglich.

Erstsemester-Tüten per Post verschickt

Auch die große Erstsemestereinführung findet diesmal weitgehend im Netz statt. Die Willkommenstüten mit Infomaterial und Goodies hat die Uni an die neuen Studierenden verschickt statt sie, wie üblich, an den ersten Tagen zu verteilen. Sich ans Studentenleben zu gewöhnen, ist gerade für sie eine besondere Herausforderung.

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