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© Fraunhofer / Piotr Banczerowski
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Joseph-von-Fraunhofer-Preis für das Funkübertragungssystem mioty® an Prof. Michael Schlicht, Josef Bernhard und Dr. Gerd Kilian (v.l.n.r).

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    Internet der Dinge: Fraunhofer-Preis für Erlanger Forscher

    Wie lassen sich mehrere Objekte im Internet der Dinge miteinander vernetzen? Dieses Problem hat ein Team des Fraunhofer-Instituts für Integrierte Schaltungen IIS in Erlangen gelöst. Die Forscher bekommen dafür einen der Joseph-von-Fraunhofer-Preise.

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    Von
    • Martin Hähnlein

    Eigentlich hätten die Forscherinnen und Forscher ihre Auszeichnungen, die Joseph-von-Fraunhofer-Preise, bei der Jahrestagung der Münchner Fraunhofer-Gesellschaft mit rund 600 Gästen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft bekommen sollen. Wegen der Corona-Pandemie wird die Preisvergabe allerdings digital ausgerichtet. Unter den Preisträgern ist auch ein Forscherteam des Fraunhofer-Instituts für Integrierte Schaltungen IIS in Erlangen.

    Funkübertragungssystem für die Vernetzung der Dinge

    Sie erhalten den Preis für die Entwicklung eines Systems mit tausenden Sensorknoten, mit dem sich riesige Datenmengen verlustfrei übertragen lassen. Bei dem nach eigenen Angaben marktreifen und neu entwickelten Funkübertragungssystem kommunizieren mehrere batteriebetriebene Sensorknoten mit einer Basisstation über mehrere Kilometer hinweg. Das System könnte etwa bei der Ablesung von Wasserzählern zum Einsatz kommen, heißt es in einer Mitteilung des Instituts. Auch bei der Steuerung von Klimaanlagen oder der Überprüfung von Rohrleitungen auf Rostschäden könnte das Funksystem eingesetzt werden.

    Drei Preise jeweils mit 50.000 Euro dotiert

    Die Fraunhofer-Gesellschaft zeichnet jedes Jahr herausragende Projekte ihrer Mitarbeitenden aus. In diesem Jahr erhielten neben den Erlanger Forschern, auch zwei weitere Fraunhofer-Forscher-Teams den mit 50.000 Euro dotierten Preis: Ein Team aus Itzehoe, das nach Angaben der Fraunhofer-Gesellschaft ein bisher konkurrenzloses Verfahren entwickelt hat, um extra dünne Mikrochips zu fertigen. Und Forscher aus Oberhausen, die einen verbesserten Energiespeicher für den Massenmarkt für die Serienfertigung hergestellt haben.

    Preis "Technik für den Menschen und seine Umwelt"

    Den alle zwei Jahre verliehenen Preis "Technik für den Menschen und seine Umwelt" bekommt in diesem Jahr ein Forscherteam aus Leipzig, Dresden und Stuttgart für ein neues Verfahren zur Herstellung von Totimpfstoffen.

    2020 hatten Forscher des Fraunhofer-Instituts für Integrierte Systeme und Bauelementetechnologie, kurz IISB, in Erlangen diesen Preis erhalten. Damals ging es um einen neuartigen Gleichspannungswandler, der einen Wirkungsgrad von 99 Prozent erzielt. Auch dieser gemeinsame Preis der Fraunhofer-Gesellschaft und der ehemaligen Vorstände und Institutsleiter der Fraunhofer-Gesellschaft mit der Fraunhofer-Exzellenzstiftung "Technik für den Menschen", ist mit 50.000 Euro dotiert.

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